Dann ist es wieder Samstag und ich finde mich in der Mühlstraße 14 wieder, auch bekannt als Mühlkeller. Das Vereinsgebäude wird über den Hof betreten und zuerst einmal der Flyer- und Postkartenvorrat aufgefüllt. Die Treppe führt durch den ehemaligen Kindergarten in den „Theaterraum” im ersten Stock. Die Familienorientierung ist dominant und die Zettelwirtschaft an der Pinnwand entsprechend umfangreich. Der Raum steht offen, eine Frau im bodenlangen schwarzen Kleid empfängt mich freundlich.
„Luftpost“ lautet der Titel von Marie T. Martins Erzähldebüt und so luftig-leicht kommt das zarte, hellblaue Cover des Büchleins daher. Dabei mutet die 1982 geborene Autorin den Protagonistinnen ihrer 15 kurzen Erzählungen doch so einiges zu.
Würde es auffallen, wenn plötzlich ein Mensch aus unserer Mitte spurlos verschwände? Würden wir Fragen nach seinem Verbleib stellen? Oder wären wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt? Wir würden den Verlust vielleicht erst realisieren, wenn es schon zu spät ist. Wenn wir vor vollendeten Tatsachen stehen.
Nach der Rezension von „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ kam die bittersüße Ostalgie und mit ihr der Wunsch zu einem Gespräch mit der Autorin Daniela Krien. student!-Redakteurin Angelique Auzuret sprach mit ihr über ihr Romandebüt, Wendeehrlichkeit und brüchige Lebensgeschichten.
Der Mais kitzelt meine Beine; mein Kleid bleibt an den Blättern hängen. Ich lasse meine Hände darübergleiten, die ganz fühllos sind nach dem Besuch bei der Mutter.
Sascha Langes zweiter Roman ist ein DDR-Erlebnisbericht. Das Anfang dieses Jahres erschienene „Das wird mein Jahr” handelt vom Abhauen und Ankommen, Rückwenden und Suchen in der Wendezeit.
Neben den geschichtlichen Abläufen thematisiert er die Suche nach dem Persönlichen und der steten Suche nach einem Platz in der neuen Gesellschaft, ein kulturelles und geschichtliches Zeugnis für die Jahre der Wende.
In Daniela Kriens Roman „Irgendwann werden wir uns alles erzählen” taumelt die 16-jährige Protagonistin Marie zwischen den Welten. Wenn die Welt aus Schweigen sie zu erdrücken scheint, flüchtet sie sich in das Leben der „Brüder Karamasow”. Marie lebt zusammen mit ihrem Freund und seiner Familie auf einem Hof, nahe der deutsch-deutschen Grenze.
Alle hier vorgestellten Modelle der Studienfinanzierung haben ihre Vor- und Nachteile. Eine Alternative zu diesen Klassikern böte das bedingungslose Grundeinkommen, das an sich kein genuines Konzept für Studienfinanzierung ist. Es ist vielmehr ein sozialpolitisches Konzept, das bereits seit Jahrzehnten diskutiert wird und zu dem verschiedene Modelle existieren.
Was, wenn das Studium durch Kredit oder Darlehen bezahlt werden muss?
Wenn alle Stricke reißen, kann man immernoch einen Studienkredit aufnehmen. In den USA schon seit Jahrzehnten etabliert, werden sie in Deutschland erst seit sechs Jahren angeboten, parallel zur Einführung der neuen Studienabschlüsse. Nötig wurden sie wohl auch, weil die neuen Studiengänge kaum Zeit für Nebenjobs lassen und ein Teilzeitstudium an den meisten Hochschulen nicht möglich ist.
Von tückischen Kontoauszügen und dem Ende des Geldes
Puh, doch noch geschafft! Zwar knapp, aber ich sitze im Seminar. Der Weg von Engelsdorf in die City war anstrengend. Eben hatte ich noch ein paar Tausend Euro in der Hand und nun sitze ich in der Uni, noch immer in Arbeitsuniform. Manche schauen mich komisch an, aber für mich ist das nur ganz normaler Unialltag - Alles zwischen Studium und meinem Nebenjob als Kassierer. Ich bekomme kein Bafög. Oder besser gesagt, ich wollte keines. Stattdessen entschied ich mich fürs Jobben.
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