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Kolumne

Ein Freund, ein guter Freund...

Robert Pattinson erobert als „Bel Ami“ die Pariser Gesellschaft

Georges Duroy (Robert Pattinson) entstammt einer französischen Bauernfamilie und war als Soldat ein paar Jahre in Algerien stationiert. Nun lebt er am Ende des 19. Jahrhunderts in sehr ärmlichen Verhältnissen in Paris. Eines Abends trifft er zufällig auf seinen ehemaligen Kameraden Charles Forestier (Philip Glenister), der ihn prompt zum Dinner bei sich zu Hause einlädt und ihm auch gleich das Geld für die passende Abendgarderobe spendiert. Damit beginnt für Duroy als „Bel Ami“ ein Leben voller Almosen und Gefälligkeiten, die ihn weit nach oben bringen.

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Rosige Aussichten

In Leipzig könnten in nicht allzu ferner Zukunft paradiesische Zei­ten anbrechen. Wer es schafft, sein Studium, sagen wir mal um 40 Se­mester auszudehnen, könnte da­für durchaus belohnt werden. Vielleicht nicht vom Bafög-Amt. Oder potentiellen Arbeitgebern. Aber was macht das schon, wenn man die Möglichkeit hat, in der tollsten Stadt der Welt zu wohnen! Ja, richtig gehört: Leipzig wird hip!

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Gesichtslos

Ich bin ein Unbekannter, identitätslos, da nicht präsent. Ich bin uninformiert, komme nach der Zeit. Ich stehe außen, gehöre nicht dazu. Und doch habe ich mir mein Exil selbst gewählt. Ich bin nicht bei Facebook! Eine kommunikative Bankrotterklärung. Wer nicht dabei ist, kann nicht mitreden. Wo war wer mit wem wann?  Wann ist irgendwo was los? Facebook-Abstinenz verursacht ein Informationsdefizit. Mein werter Redaktionskollege wird nicht müde, mich mit „Stand doch bei Facebook“ darauf hinzuweisen.

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Inzest

Mit das Beste an unserer pluralistischen Kultur ist für mich die Möglichkeit, über alles rumnörgeln zu können. Besonders über Dinge, die eigentlich niemanden interessieren, so wie Curling oder Halle an der Saale. Oder eben über alte, dumme Gesetze. So habe ich neulich erst erfahren, dass es nach §173 StGB tatsächlich saftige Haftstrafen für blutsverwandte Erwachsene gibt, die einvernehmlichen Verkehr haben. Da nörgelte ich prompt. Ich bin da spießig: Aus so was soll der Staat die Finger raushalten!

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Bitter

„Das ist natürlich bitter.“ Diesen Satz bekam ich neulich von einem Freund zu hören, als ich ihm eröffnete, dass ich künftig in Halle studieren werde. Nicht gerade die Reaktion, auf die ich angesichts meines neuen Lebensabschnittes gehofft hatte.

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Traumatisiert

Neuigkeiten aus dem Kuriositäten-Kabinett der psychologischen Studien: „Trauma Geburt” titelte jüngst die Gesundheitsbeilage einer regionalen Zeitung und deckte damit auf, was schon Philosoph Sigmund Freud wusste: Die Geburt ist das größte Trauma des Lebens.

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Schön gesagt

Was wäre der Tag ohne die allmorgendliche Zeitungslektüre! Gut, man liest allerlei Beunruhigendes von trudelnden Finanzmärkten und steigendem Rentenalter. Mag sein. Wer sich aber, wie ich, angewöhnt hat, Artikel bis zum Ende zu lesen, weiß, dass das alles auch seine positiven Seiten hat. Irgendwo taucht dann auch folgerichtig die Aufforderung auf, die positiven Seiten zu sehen. Die Krise als Chance: Kopf hoch, alles halb so schlimm!

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Krebs

Ich bin enttäuscht! Bis vor kurzem noch hielt ich das sächsische Wissenschaftsministerium für ein Bollwerk der Integrität und Menschenwürde. Nun wird die Liekfeldt aber doch Rektorin! Dabei hätte ihr das Rektoramt der HTWK fast vorenthalten werden können. Dankt dafür dem mutigen Einsatz von ein paar Patrioten des SMWK, die sich ein Herz gefasst und einer ehemals an Krebs erkrankten Frau die Arbeit im öffentlichen Dienst verweigert hatten! Denn so gebietet es unser mit krebszellenfreiem Menschenverstand geschriebenes Beamtenrecht.

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