SMWK bestätigt Rekordstudentenzahlen an sächsischen Hochschulen - Ministerin von Schorlemer deutet Kurskorrektur in der Hochschulpolitik an
"Hoch erfreut" zeigte sich das Sächsische Wissenschaftsministerium (SMWK) als es am Montag die Studentenzahlen 2011 für den Freistaat vermeldete. 111.635 Studenten, davon 21.478 Erstsemester, waren im vergangenen Jahr an den Hochschulen des Freistaates eingeschrieben, so viel wie nie zuvor. Am stärksten frequentiert waren dabei ingenieurswissenschaftliche Studiengänge mit über 30.000 Studenten.
Die Studenten der Universität Leipzig haben sich mehrheitlich für die Beibehaltung des derzeitigen Semestertickets ausgesprochen. Dies geht aus dem vorläufigen Umfrageergebnis hervor, das der StudentInnenRat (Stura) am Freitagabend auf seiner Homepage veröffentlichte.
Kurz vor Weihnachten hat die sächsische Landesregierung ein Bildungspaket geschnürt. Mit mehr Studienplätzen, Referendarstellen und einem Bildungs-Campus Sachsen will sie den drohenden Lehrermangel der kommenden Jahren abwehren und die Qualität der Ausbildung verbessern.
Die Zahl der Studienanfängerplätze für Lehramtsstudenten soll in den kommenden Jahren von derzeit 1.000 auf 1.700 erhöht. Um dies zu erreichen, plant die schwarz-gelbe Koalition künftig, wieder eine Grundschullehrerausbildung in Chemnitz einzurichten.
Hochschulentwicklungsplan von Landesregierung verabschiedet - Wissenschaftsministerin von Schorlemer stellt erste Eckpunkte des Hochschulfreiheitsgesetzes vor
Der Hochschulentwicklungsplan 2020 (HEP) hat das sächsische Kabinett passiert. Am Dienstag stellte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer die Eckpunkte des Papieres offiziell in Dresden vor. Dabei gab es jedoch kaum signifikante Änderungen gegenüber dem bereits seit dem Sommer bekannten Entwurf.
Dicke Luft herrschte am Dienstagabend an der Uni Leipzig. Der StudentInnenRat (Stura) hatte Rektorin Beate Schücking ins Plenum eingeladen, um dort ihre zuvor bereits dem Senat präsentierten Kürzungspläne nochmals zu erläutern. Aus diesem Anlass hatte auch die Initiative „Leipzig72“ für diese Veranstaltung mobilisiert, so dass es kurz nach 19 Uhr nicht nur an Platz und Sitzgelegenheiten, sondern auch an einer ausreichenden Sauerstoffzufuhr mangelte.
Uni-Rektorat stellt Pläne zur Umsetzung der ersten Kürzungswelle vor
Die ersten Karten liegen auf dem Tisch: Das Rektorat der Universität Leipzig stellte auf der heutigen gemeinsamen Sitzung von Senat und Hochschulrat seine Pläne zur Umsetzung der ersten Kürzungswelle bis 2014 vor. Entsprechend den Forderungen des sächsischen Wissenschaftsministeriums (SMWK) muss die Hochschule 2013 und 2014 jeweils 24 Planstellen einsparen. Bis 2020 sollen insgesamt 169 Stellen entfallen.
Uni Leipzig erhält neue Grundordnung – Größerer Hochschulrat
Die Universität Leipzig erhält eine neue Grundordnung. Der Erweiterte Senat verabschiedete Mitte November ein entsprechendes Dokument, das künftig die bisher geltende vorläufige Grundordnung ablösen soll. Die Grundordnung kann als Verfassung der Hochschule verstanden werden und regelt wesentliche Zuständigkeiten von Organen.
Professoren, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter müssen in Zukunft draußen bleiben, wenn sich der Studentenkreis „What about Economics?“ zur wöchentlichen Diskussion trifft. Durften bis vor kurzem noch alle Interessierten der Gesprächsrunde beiwohnen, ist sie jetzt nur für eingeschriebene Studenten offen. Ein Diskussionskreis von Studenten für Studenten – das ist soweit nichts Ungewöhnliches. Doch die plötzliche Zugangsbeschränkung stieß auf heftige Kritik.
Uni-Rektorin Beate Schücking über ihr neues Amt als Vorsitzende der LRK
Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, ist seit dem ersten Dezember für drei Jahre Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK). Mit student!-Chefredakteur Robert Briest sprach sie über Aufgaben und Chancen ihres neuen Amtes.
Die Studiengänge für Angewandte Mathematik an der Hochschule für Technik, Wissenschaft und Kultur Leipzig (HTWK) stehen vor dem Aus. Dies geht aus Plänen des Rektorats zur Umsetzung der vom Land geforderten Personalkürzungen hervor. Die Hochschule soll bis 2015 erst 14 und bis 2020 noch einmal weitere 18 Stellen abbauen. Nach dem Rektoratsentwurf wären bis 2015 neun Professuren betroffen. Davon sollen insgesamt acht aus dem sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) stammen.
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