Präsidium schließt Hochschule aus Angst vor Blockupy-Protesten – Ärger um Stadtverbote
Eigentlich wollten dieser Tage mehrere zehntausend Demonstranten den Bankenstandort Frankfurt am Main lahm legen, um damit gegen die Krisenpolitik der Europäischen Union zu protestieren. Die Veranstalter von "Blockupy Frankfurt" kritisieren, dass diese Millionen Menschen "in Not und Elend" stürzen würde. Doch die Stadt und in letzter Instanz das Bundesverfassungsgericht verboten die Mehrzahl der geplanten Demonstrationen und Blockaden, weil sie eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung fürchteten.
Staatskanzlei genehmigt Stellenbesetzungen nach dem der Dekan der Philosophischen Fakultät die Verschiebung des Vorlesungsbeginns angekündigte hatte - Neuer Rektor von Zyl tritt sein Amt an
Das Sommersemester an der Technischen Universität (TU) Chemnitz konnte heute wie geplant starten. Was auf den ersten Blick nicht nach einer Nachricht aussieht, ist es durch die Ereignisse der vergangenen Woche geworden. Noch letzten Donnerstag hatte Christoph Fasbender, der Dekan der Philosophischen Fakultät, der größten der TU, erklärt, der Beginn der Vorlesungen müsse um eine Woche verschoben werden, da der Lehrbetrieb auf Grund fehlenden Personals nicht sichergestellt werden könne.
Globalbudgets und Langzeitstudiengebühren - so lesen sich zentrale Punkte der geplanten Novellierung des sächsischen Hochschulgesetzes, das zukünftig Hochschulfreiheitsgesetz heißen soll. Die sächsischen Hochschulen sollen demnach über die vom Land zur Verfügung gestellten Zuschüsse für den laufenden Betrieb und für Investitionen als Globalbudget verfügen, also eigenständig über deren Einsatz entscheiden können.
Auch 2012 kein bundesweites Online-Hochschulzulassungssystem
Es sollte die große hochschulpolitische Innovation werden: Mit einem deutschlandweiten Online-Hochschulzulassungssystem für die Numerus-Clausus-Studiengänge sollten die Bewerbungen einfacher und effizienter gestaltet werden. Doch die zuständige Stiftung für Hochschulzulassung musste den Start des Systems auf Grund technischer Probleme zum wiederholten Mal verschieben.
Sachsen mangelt es an Pädagogen – Bildungspaket 2020 soll helfen
Der Pisa-Sieger Sachsen verspielt seinen Bildungsvorsprung.“ Das meinte zumindest der Spiegel Anfang Januar. Der Grund: Mehr als die Hälfte aller sächsischen Lehrer seien bereits über 50 Jahre alt und zu wenige Nachwuchskräfte würden ausgebildet.
Kultusministerkonferenz korrigiert Studentenprognosen deutlich nach oben
Die deutschen Hochschulen werden in den kommenden Jahren jährlich knapp 75.000 Studienanfänger mehr verzeichnen als bisher erwartet. Dies geht aus einer aktuellen Prognose zur Entwicklung der Studentenzahlen hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) Ende vergangener Woche veröffentlichte. Zwar sei das Maximum an Studienanfänger bereits 2011 erreicht worden, bis 2019 werden die Zahlen jedoch deutlich über 450.000 verbleiben, heißt es in der Prognose. Demnach soll das Niveau von 2010 (442.000) frühestens 2021 wieder unterschritten werden.
Sparzwänge und Hochschulreformen treiben griechische Studenten seit Monaten auf die Straße
Wer zu den rund 190.000 Studenten gehört, die in Griechenland eine der 36 staatlichen Hochschulen besuchen, hat in den vergangenen Monaten vermutlich mehr Zeit auf der Straße als im Hörsaal verbracht. Im Juni war es das Sparpaket der alten griechischen Regierung, das junge Akademiker zu Demonstranten machte, im August eine umstrittene Universitätsreform, die ein jahrzehntealtes Gesetz kippte und so die Gemüter erhitzte. Und auch Mitte November demonstrierten wieder Tausende gegen die Bildungspolitik und Perspektivlosigkeit in ihrem Land.
Die massiven Proteste von Dozenten und Studenten der Universität Hamburg gegen die von der SPD-Regierung geplanten Kürzungen (student! berichtete) hatten Erfolg. Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt und Uni-Präsident Dieter Lenzen schlossen Ende Oktober eine langfristig angelegte Vereinbarung, die der Hochschule für die nächsten acht Jahre Finanzierungssicherheit gewährleistet. Demnach sollen die jährlichen Zuwendungen für die Uni jährlich um knapp ein Prozent erhöht werden.
Die thüringischen Hochschulen erhalten künftig mehr Geld. Darauf verständigten sich Wissenschaftsministerium und Landesrektorenkonferenz in einer Rahmenvereinbarung. Für den Zeitraum zwischen 2012 und 2015 sollen die Hochschulen des Freistaats insgesamt 1,56 Milliarden Euro erhalten. Dies sind 121 Millionen Euro mehr als im Finanzierungszeitraum von 2008 bis 2011. Zusätzlich stellt das Land weitere 160 Millionen Euro für Bauvorhaben an den Hochschulen zur Verfügung.
Institut an der TU Dresden soll drastisch verkleinert werden
Der Philosophie an der Technischen Universität (TU) Dresden stehen im Zuge der Personalkürzungen an den sächsischen Hochschulen offenbar drastische Einschnitte bevor. Nach aktuellen Plänen des zuständigen Dekanats der Philosophischen Fakultät soll die Personalstärke am gleichnamigen Institut bis 2019 mehr als halbiert werden. Von den derzeit fünf Professuren würden demnach nur noch zwei bestehen bleiben. Bereits im April dieses Jahres war am Institut zudem der Lehrstuhl für Religionsphilosophie weggefallen.
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