SMWK bestätigt Rekordstudentenzahlen an sächsischen Hochschulen - Ministerin von Schorlemer deutet Kurskorrektur in der Hochschulpolitik an
"Hoch erfreut" zeigte sich das Sächsische Wissenschaftsministerium (SMWK) als es am Montag die Studentenzahlen 2011 für den Freistaat vermeldete. 111.635 Studenten, davon 21.478 Erstsemester, waren im vergangenen Jahr an den Hochschulen des Freistaates eingeschrieben, so viel wie nie zuvor. Am stärksten frequentiert waren dabei ingenieurswissenschaftliche Studiengänge mit über 30.000 Studenten.
Kultusministerkonferenz korrigiert Studentenprognosen deutlich nach oben
Die deutschen Hochschulen werden in den kommenden Jahren jährlich knapp 75.000 Studienanfänger mehr verzeichnen als bisher erwartet. Dies geht aus einer aktuellen Prognose zur Entwicklung der Studentenzahlen hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) Ende vergangener Woche veröffentlichte. Zwar sei das Maximum an Studienanfänger bereits 2011 erreicht worden, bis 2019 werden die Zahlen jedoch deutlich über 450.000 verbleiben, heißt es in der Prognose. Demnach soll das Niveau von 2010 (442.000) frühestens 2021 wieder unterschritten werden.
Die Studenten der Universität Leipzig haben sich mehrheitlich für die Beibehaltung des derzeitigen Semestertickets ausgesprochen. Dies geht aus dem vorläufigen Umfrageergebnis hervor, das der StudentInnenRat (Stura) am Freitagabend auf seiner Homepage veröffentlichte.
Kurz vor Weihnachten hat die sächsische Landesregierung ein Bildungspaket geschnürt. Mit mehr Studienplätzen, Referendarstellen und einem Bildungs-Campus Sachsen will sie den drohenden Lehrermangel der kommenden Jahren abwehren und die Qualität der Ausbildung verbessern.
Die Zahl der Studienanfängerplätze für Lehramtsstudenten soll in den kommenden Jahren von derzeit 1.000 auf 1.700 erhöht. Um dies zu erreichen, plant die schwarz-gelbe Koalition künftig, wieder eine Grundschullehrerausbildung in Chemnitz einzurichten.
Hochschulentwicklungsplan von Landesregierung verabschiedet - Wissenschaftsministerin von Schorlemer stellt erste Eckpunkte des Hochschulfreiheitsgesetzes vor
Der Hochschulentwicklungsplan 2020 (HEP) hat das sächsische Kabinett passiert. Am Dienstag stellte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer die Eckpunkte des Papieres offiziell in Dresden vor. Dabei gab es jedoch kaum signifikante Änderungen gegenüber dem bereits seit dem Sommer bekannten Entwurf.
Dicke Luft herrschte am Dienstagabend an der Uni Leipzig. Der StudentInnenRat (Stura) hatte Rektorin Beate Schücking ins Plenum eingeladen, um dort ihre zuvor bereits dem Senat präsentierten Kürzungspläne nochmals zu erläutern. Aus diesem Anlass hatte auch die Initiative „Leipzig72“ für diese Veranstaltung mobilisiert, so dass es kurz nach 19 Uhr nicht nur an Platz und Sitzgelegenheiten, sondern auch an einer ausreichenden Sauerstoffzufuhr mangelte.
Uni-Rektorat stellt Pläne zur Umsetzung der ersten Kürzungswelle vor
Die ersten Karten liegen auf dem Tisch: Das Rektorat der Universität Leipzig stellte auf der heutigen gemeinsamen Sitzung von Senat und Hochschulrat seine Pläne zur Umsetzung der ersten Kürzungswelle bis 2014 vor. Entsprechend den Forderungen des sächsischen Wissenschaftsministeriums (SMWK) muss die Hochschule 2013 und 2014 jeweils 24 Planstellen einsparen. Bis 2020 sollen insgesamt 169 Stellen entfallen.
Sparzwänge und Hochschulreformen treiben griechische Studenten seit Monaten auf die Straße
Wer zu den rund 190.000 Studenten gehört, die in Griechenland eine der 36 staatlichen Hochschulen besuchen, hat in den vergangenen Monaten vermutlich mehr Zeit auf der Straße als im Hörsaal verbracht. Im Juni war es das Sparpaket der alten griechischen Regierung, das junge Akademiker zu Demonstranten machte, im August eine umstrittene Universitätsreform, die ein jahrzehntealtes Gesetz kippte und so die Gemüter erhitzte. Und auch Mitte November demonstrierten wieder Tausende gegen die Bildungspolitik und Perspektivlosigkeit in ihrem Land.
Uni Leipzig erhält neue Grundordnung – Größerer Hochschulrat
Die Universität Leipzig erhält eine neue Grundordnung. Der Erweiterte Senat verabschiedete Mitte November ein entsprechendes Dokument, das künftig die bisher geltende vorläufige Grundordnung ablösen soll. Die Grundordnung kann als Verfassung der Hochschule verstanden werden und regelt wesentliche Zuständigkeiten von Organen.
Professoren, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter müssen in Zukunft draußen bleiben, wenn sich der Studentenkreis „What about Economics?“ zur wöchentlichen Diskussion trifft. Durften bis vor kurzem noch alle Interessierten der Gesprächsrunde beiwohnen, ist sie jetzt nur für eingeschriebene Studenten offen. Ein Diskussionskreis von Studenten für Studenten – das ist soweit nichts Ungewöhnliches. Doch die plötzliche Zugangsbeschränkung stieß auf heftige Kritik.
Neueste Kommentare