Abschied und Neuanfang

Schön war‘s. So schön, dass Gisbert zu Knyphausen während seines Konzerts in der Nato Leipzig noch vier Zugaben spielen musste. Beim letzten Stück „Spieglein, Spieglein“ konnte der Sänger sich nicht mehr an den kompletten Text erinnern und das Publikum musste mitsingen. Es war einer dieser Momente, für den Konzert-Enthusiasten viel zu viele, viel zu überteuerte Tickets kaufen und sich in Warteschlangen die Beine in den Bauch stehen, in der Hoffnung einen kleinen Funken Schönheit mitzunehmen. Bei Gisbert zu Knyphausen und der Kid Kopphausen Band erlebt man diese Momente zuhauf und kann sie horten für die tristen Monate bis zum nächsten Konzert.

Studenten besetzen Unirektorat

Der Protest gegen den Stellenabbau an der Universität Leipzig radikalisiert sich. Fast ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der neuesten Kürzungspläne – Theaterwissenschaft und Archäologie stehen vor dem Aus – und drei Wochen nach der Massendemonstration durch die Leipziger Innenstadt haben sich etwa 15 Studenten der Theaterwissenschaft für eine neue Protestform entschieden: der Besetzung des Unirektorates. Seit 7 Uhr halten sie sich im Vorzimmer des Büros von Rektorin Beate Schücking auf. Auf dem Balkon haben die Besetzer ein Banner Richtung Goethestraße gespannt.

Gekommen, um zu bleiben

Tickle Head ist ein Hafenstädtchen mit 120 Einwohnern auf einer Insel irgendwo vor der Küste Neufundlands. Seitdem die Fischerei in den überfischten Gewässern verboten wurde, liegt die lokale Arbeitslosenquote bei fast 100 Prozent. Der geplante Bau einer petrochemischen Aufbereitungsanlage durch einen Ölkonzernsoll die prekäre Lage der Inselbewohner zum Guten wenden. Doch eine Bedingung der Ölgesellschaft erweist sich als härteste Nuss von allen: Zum Arbeitsschutz muss sich ein praktizierender Arzt auf der Insel niederlassen. Aber kein Bewerber will freiwillig in die Einöde ziehen.

Grüne Gentechnik im Kontext der industrialisierten Landwirtschaft

Die grüne Gentechnik wird heiß diskutiert. Jens Jetzkowitz, der den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationssoziologie der Soziologie in Halle vertritt und sich unter anderem mit den Wechselwirkungen moderner Gesellschaften und ihren biophysischen Umweltsystemen befasst, war bereit, unserem Redakteur Martin Peters einige Fragen zum gesellschaftlichen Umgang mit grüner Gentechnik und dem Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt zu beantworten.

Von den Spielern für die Spieler

Das kommentierte Vorführen und Spielen von Computer- und Videospielen auf YouTube, gemeinhin als Let's Play bekannt, erfreut sich seit mehreren Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Student!-Redakteur Denis Gießler hat den deutschen Let's Player Frank Sirius interviewt und dabei einiges über den neuen Berufszweig, Sponsoren und die manchmal auch etwas weniger schönen Seiten von Let's Plays erfahren.

2014/07

Schlechter Ruf

Gegen Genfood gibt es zahlreiche Vorbehalte, oft jedoch zu Unrecht - Wissenschaft, Seite 6

Schlechte Eigenschaften

Das Böse ist um uns, neben uns und vor allem in unserer Mitte - Thema, Seite 10/11

Schlechte Witze

Die Satire ist auch in diesem Semester wieder das Letzte - Satire, Seite 18/19

Eine Frau ohne ihre Handtasche

Meghan Miles (Elizabeth Banks) ist Reporterin beim lokalen Nachrichtensender KZLA. Ein landesweites Nachrichtennetzwerk wird auf die junge Frau aufmerksam und will sie anwerben, doch der Deal platzt. Da die texanische Frohnatur auch unlängst von ihrem Verlobten verlassen wurde, beschließen ihre Freundinnen, sie zur Ablenkung auf einen „Mädelsabend“ mitzunehmen und Party zu machen. Die betrunkene Meghan lernt den charmanten Schriftsteller Gordon (James Marsden) kennen und wird von ihm nach Hause gefahren.

Die Zukunft der sächsischen Hochschulen

„In elf Wochen ist Landtagswahl und wir wollen wissen: Wo stehen die Parteien in Sachen Hochschulpolitik”, eröffnete Robert Briest von der unabhängigen Studentenzeitung der Universität Leipzig student! die Podiumsdiskussion „Hochschulpolitik sezieren”. Gemeinsam mit Daniela Schmidt vom Studentenradio Mephisto 97.6 sprachen sie im großen Hörsaal für Anatomie der Universität Leipzig am vergangenen Dienstagabend eineinhalb Stunden mit Mitgliedern des Landtages über die Hochschulpolitik in Sachsen. Vordergründig ging es um die Stellenkürzungen an den sächsischen Hochschulen, insbesondere an der Uni Leipzig. Weiterhin wurden das Kooperationsverbot des Bundes und Länder bezüglich der Unis und die steigende Bedeutung der Drittmittel für Forschung und Lehre an den Hochschulen diskutiert.

„Schiffbruch mit Tiger“

Die Institute für klassische Archäologie, Theaterwissenschaften und für physikalische Chemie stehen wegen des Personalabbaus an der Uni Leipzig vor dem Aus. Gegen die Schließung der Fachbereiche regt sich seit Monaten vielfältiger Widerstand. Der Promovierendenrat der Uni Leipzig (ProRat) will mit seiner aktuellen Veranstaltungsreihe „Schiffbruch mit Tiger- die langen Nächte des Untergangs“ auf den wissenschaftlichen Verlust, der durch die Kürzungen droht, aufmerksam machen, indem Doktoranden aus den bedrohten Disziplinen ihre Arbeiten vorstellen. student! stellt drei dieser Projekte vor:

Ein Shooter der alten Schule

Special-Agent B.J. Blazkowicz ist sauer. In seiner nunmehr 22jährigen Laufbahn hat er mittlerweile zwar schon gefühlt tausenden regimetreuen Nazis in den Hintern getreten, schafft es aber dennoch nicht, das nationalsozialistische Regime endgültig zu besiegen, werden doch immer wieder neue „Wolfenstein“-Titel veröffentlicht. So auch im neuesten Titel „Wolfenstein – The New Order“, das bereits vor Erscheinen mit einer umfangreichen Werbekampagne immens beworben wurde. „Wolfenstein“, das einst das Egoshooter-Genre begründet hat, ließ in den letzten Jahren wenig von sich hören. Kann das Entwicklerstudio „MachineGames“ die altehrwürdige Reihe ohne direkter Beteiligung von den Gründern „Id-Software“ an die moderne Zeit anpassen?

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