Geschlechterunsinn im Bürgertum

Laura (Isild Le Besco) stirbt jung an einer plötzlich auftretenden Krankheit. Ihr Mann David (Romain Duris) und ihre kleine Tochter Lucie sind nun auf sich gestellt. Lauras Freundin, die eher zurückhaltende Claire (Anais Demoustier), hilft ihnen im Alltag zurechtzukommen. Als sie David und Lucie das erste Mal nach Lauras Tod besucht, passiert jedoch etwas Irritierendes für sie. David möchte den Verlust Lauras kompensieren und imitiert zunächst nur ihr Auftreten. Er zieht ihre Kleider an, spricht mit höherer Stimme und setzt eine Perücke mit langem, blondem Haar auf.

Dem Schicksal den Joker zeigen

Madeleine (Annie Cordy) lebt nach dem Tod ihres Ehemannes weiterhin in der gemeinsamen Wohnung, in der sie schon ihre Kinder großgezogen hat. In Erinnerungen schwelgend, aber resolut und geistesgegenwärtig, bestreitet sie ihren Alltag. Enkel Romain (Mathieu Spinosi) schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsjobs durch und strebt eine Schriftstellerkarriere an. Doch diese lässt auf sich warten, ebenso wie die große Liebe. Auch sein polyamoröser Mitbewohner ist ihm keine echte Hilfe.

Der nicht ganz so liebe Junge von nebenan

Claire Peterson (Jennifer Lopez) ist Lehrerin und lebt für die Klassiker der Literatur: Homer, Shakespeare, Byron. Als der Großneffe ihres Nachbars, Noah (Ryan Guzman) bei diesem einzieht, um ihn zu pflegen, hat Claire Mitleid mit dem 19-Jährigen und lädt ihn zum Essen ein. Noah freundet sich schnell mit Claires Sohn Kevin (Ian Nelson) an, obwohl dieser wesentlich jünger ist, und fügt sich auch sonst schnell und unauffällig in das Leben der Familie Peterson ein. Eine echte Familie sind die Petersons jedoch nicht - Claires Mann(John Corbett) hat sie betrogen, daher leben sie getrennt.

Drei Herzen, zwei Zufälle, stille Gesten

Ein Ort in der französischen Provinz, spätabends. Marc (grandios: Benoît Poelvoorde) verpasst seinen Zug nach Paris, er ist gezwungen, in einer Kleinstadt zu übernachten. Auf seinem Weg begegnet ihm die geheimnisvolle Sylvie (Charlotte Gainsbourg), eine schweigsame, unnahbare Frau, von der Marc auf Anhieb fasziniert ist. Die beiden verbringen die Nacht gemeinsam – wechseln wenige Worte miteinander, streifen durch die verlassenen Straßen und Gassen, rauchen eine Zigarette nach der anderen. Sehr französisch. Sie verraten sich nicht ihre Namen, wollen sich aber wiedersehen.

Ohne Gedränge durch die Gänge

Sonntagnachmittag 17.00 Uhr: Die Messehallen leeren sich, endlich gibt es Platz zum Atmen. Viel passiert jetzt nicht mehr. Ein idealer Zeitpunkt, sich einzelne Stände ohne Gedränge noch einmal in aller Ruhe anzuschauen und die Leipziger Buchmesse 2015 Revue passieren zu lassen.

"Nach zehn Minuten protestierte mein Hypothalamus"

Auch am dritten Tag der Messe haben sich zur Eröffnung bereits lange Schlangen in den Eingangshallen des Geländes gebildet, die Wartenden sind prächtig kostümiert, schick oder in Alltagskleidung. Augenfällig ist, dass die Manga Anime Convention schon im zweiten Jahr ihres Bestehens zum Besuchermagneten, jugendlicher und erwachsener Fans der japanischen Comics und Zeichentrickfilme avancierte und ihre Besucher einen Großteil der ganz frühen Vögel ausmachten. Doch auch die gewöhnlichen Messegänger ließen nicht lange auf sich warten und kurz nach zehn schoben sich bereits Jung und Alt durch die Messehallen, auf dem Weg zu einer favorisierten Lesung, künstlerisch-musikalischen Darbietungen, wie sie in Halle 5 im Musikzimmer und der Instrumentenwerkstatt zu bestaunen waren, oder einfach zum Schlendern.

Planlos in fünf Hallen

Erwartungsgemäß voll, aber noch halbwegs erträglich, beginnt der Freitag auf der Leipziger Buchmesse. Die Halle 1 ist in diesem Jahr erstmals ausschließlich reserviert für Cosplayer, Manga- und Animefans, sowie weitere Freunde des Leicht-Bekleidet-Seins in der Öffentlichkeit. Trotzdem ist die absolute Mehrheit der sich durch die Reihen der ersten Halle schiebenden Besucher in normaler Kleidung unterwegs.

„Ohne Literatur wäre ich nichts“

Kurz nachdem die Leipziger Buchmesse zum ersten Mal ihre Pforten für Besucher öffnete, stellte sich mir automatisch die Frage, ob man auf dieser bunten Spielwiese, welche sich vor mir auftat, der Literatur nahe kommen kann. Sofort stachen mir Menschen ins Auge, welche, in modischer Hinsicht, direkt aus einem Manga entnommen sein könnten. Sie und die verschiedenen Schüler, welche wohl in guter Absicht von ihren Lehrern zur Messe gezwungen wurden aber eher unmotiviert vor sich hin trödelnd jeden Weg versperrten, waren den ganzen Tag lang meine ständigen Begleiter.

Mit neuer alter Strategie gegen Legida

Zum ersten Mal seit der Premierenveranstaltung am 12. Januar verzichtet der eingetragene Legidaverein freiwillig auf seine wöchentliche Demonstration.

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