„Wir wussten, dass wir hätten sterben können.“

Die europäische Flüchtlingspolitik geriet in den vergangenen Tagen immer öfter in die Kritik. Auf dem EU- Sondergipfel vor zwei Tagen in Brüssel wurde über aktuelle Probleme und Lösungen debattiert. Für die rund 1.350 Hilfesuchenden allerdings, die allein in den letzten zehn Tagen bei Schiffsunglücken im Mittelmeer starben, kommen diese Gedanken zu spät.

Zusammen sind sie stark

Als der erste Avengers-Film im Jahr 2012 die Kinosäle eroberte, waren die Planungen für das Sequel schon längst im Gang. Diese Woche hat das Warten für Comic- und Actionfans ein Ende: In „Avengers 2: Age Of Ultron“ gibt es endlich ein Wiedersehen der Marvel-Helden Iron Man alias Tony Stark (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Hulk alias Bruce Banner (Mark Ruffalo), Captain America alias Steve Rogers (Chris Evans), Black Widow alias Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) und Hawkeye alias Clint Barton (Jeremy Renner).

„Wenn ich das will, dann zucken die vollsynchron“

Im Sommer 1985 erobert der Breakdance die DDR und damit auch den 18-jährigen Frank (Gordon Kämmerer). Dieser versucht in Dessau erfolglos einen ordentlichen sozialistischen Lebensstil zu pflegen, als er den amerikanischen Tanzfilm „Beatstreet“ im Kino sieht. Er ist begeistert von Musik und Tanzform und setzt das Gesehene sofort auf der Straße um. Sehr zum Leidwesen der leitenden Funktionäre. Jegliche Individualisierung, selbst wenn sie wie beim Breakdance zum Tanzstil gehört, sind nicht gern gesehen.

student! Nr. 111 April 2015

Kiffer - Wissenschaftler erklären, warum Cannabis hungrig macht - Wissenschaft Seite 7

Krieger - Zahlen und Fakten zur Bundeswehr und ihren Einsätzen - Thema Seiten 8 und 9

Kanzlerin - Birgit Dräger im Gespräch mit zwei student!-Redakteuren - Interview Seite 14

 

Das Leben kommt nie zu spät

Was passiert, wenn die Welt plötzlich Kopf steht, nichts mehr ist wie zuvor und das bisherige Leben in Scherben liegt? Als die ehemalige Pianistin und erfolgreiche Karrierefrau Kate (Hilary Swank) die Diagnose ALS erhält, bricht ihr scheinbar ideales Leben zusammen. ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) bewirkt die irreversible Schädigung des Nervensystems und befällt Neuronen, die für Muskelbewegungen verantwortlich sind. Innerhalb von zwei Jahren degeneriert Kates Muskelsystem, was sie an den Rollstuhl fesselt.

„Der Elvis kann das ab“

Vor acht Jahren veröffentlichte die Leipziger Autorin Rebecca Maria Salentin ihren ersten Roman „Hintergrundwissen eines Klavierstimmers“. Jetzt hat die Leipziger Autorin mit „Schuld war Elvis“ einen weiteren Roman herausgebracht. Vielen Leipzigern ist sie außerdem als Inhaberin vom „Zierlich Manierlich“ bekannt, dem Café in dem leuchtend grünen Zirkuswagen am Elsterbecken. Mit student!-Redakteurin Anne Uhlig sprach sie über Großfamilien, Papageien und deutsch-jüdische Beziehungen.

Roadtrip jenseits des guten Geschmacks

Julian Lindemann (Paul „Sido“ Würdig) hat ein Problem. Ein großes Problem sogar. Er hat unwissentlich den größten Verbrecher von Berlin beim Glücksspiel betrogen und schuldet ihm nun 120.000 Euro. Dummerweise hatte er das Geld aber sofort unwiederbringlich für die Ausbildung seiner Kinder angelegt. Wenn er das Geld nicht beschafft, droht ihm von einem Mann in einem stark abgerissenen Hasenkostüm die Hand abgehackt zu werden.

Rollenspiele, Vergewaltigungsfantasien und auch ein bisschen Sex

Auf Französisch klingt vieles einfach romantischer: „La petite mort“ zum Beispiel, eine blumige Umschreibung für den Orgasmus, klingt auf deutsch dann nicht ganz so sexy: „Der kleine Tod.“ Wirklich romantisch geht es in dem so betitelten ersten abendfüllenden Spielfilm des Australiers Josh Lawson allerdings nicht zu. Und so richtig befriedigend wird es dabei für die fünf Paare aus dem australischen Vorort, deren (Sexual-)Leben porträtiert wird, auch nicht.

Nationalsozialismus in deutscher Provinz

Eine Bombe in einem Keller, ein Mann, der zu allem bereit ist und intensiver Hass auf den Nationalsozialismus. Wie diese Geschichte weiter geht, ist bekannt: die Bombe, die am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller hochgeht, detoniert 13 Minuten zu spät, die geplanten Opfer haben den Raum schon verlassen. Acht Menschen sterben, aber keiner, den es hätte erwischen sollen. Was wäre der Welt erspart geblieben wäre, hätte der Schreiner Georg Elser (Christian Friedel) mit seinem Attentat Erfolg gehabt? Sein Ziel war der Tod der NS-Führungsriege, vor allem aber der Adolf Hitlers.

Es wird nicht einfach wieder gut

Auf der Berlinale feierte „Every Thing Will Be Fine“ Premiere und lief im Wettbewerb außer Konkurrenz – das ist fast schade. Denn Wenders’ Drama inszeniert auf herzzerreißende Weise, wie ein einschneidendes Erlebnis Menschen verändert und das  auch noch in 3D. Neben einem großartigen James Franco in der Hauptrolle und einer tollen Kameraführung ist das der große Pluspunkt des Films: Mithilfe der 3D-Technik werden Räume der Gefühle gezeichnet, werden Distanz und Nähe fassbar, kommt man den Charakteren näher. Das Wenders in 3D filmt kennt man schon von „Pina“.

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