Robert Briest

Die Verantwortlichen der Universitätsbibliothek (UB) Leipzig können zumindest kurzfristig aufatmen. Nach dem in der vergangenen Woche bereits die 24/7-Öffnung der Campus-Bibliothek sichergestellt werden konnte, ist nun auch die Weiterfinanzierung der Datenbanken und weiterer elektronischer Medien wenigstens temporär gesichert. Wie die Universität am Dienstag bekannt gab, erhält die UB dafür eine Sonderzuweisung vom Land. "Wir haben einen Projektantrag gestellt. Damit ist es uns gelungen, eine auskömmliche Zuweisung für die Universitätsbibliothek zu bekommen.

Ein Änderungsantrag von CDU und FDP sorgte am Wochenende für viel Wirbel und Ärger in der sächsischen Hochschulpolitik und den Studentenvertretungen des Freistaates. Die Koalition fordert in dem Antrag, in das geplante "Gesetz zur Änderung hochschulrechtlicher Bestimmungen" einen Passus aufzunehmen, der es den Studierenden ermöglicht, aus der verfassten Studierendenschaft auszutreten. Zudem sollen bei einer Überziehung der Regelstudienzeit um mehr als vier Semester künftig Studiengebühren fällig werden. Bisher ist hierfür eine Frist von fünf Semestern vorgesehen.

Die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei Abiturienten. Bis zum Bewerbungsschluss am 15. Juli gingen im Dezernat für Studienangelegenheiten insgesamt 13.100 Bewerbungen ein. Damit verzeichnet die HTWK 2012 einen neuen Rekord. Die Bewerberzahl war bereits in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sie sich nun nochmals um 1.630.

Die Proteste gegen geplante Leistungskürzungen bei der Universitätsbibliothek Leipzig (UB) kommen langsam ins Rollen. Am heutigen Dienstag veranstaltete der StudentInnenRat (Stura) eine Informationsveranstaltung auf dem Campus Augustusplatz, in deren Verlauf von den rund 100 Teilnehmern auch Vorschläge für zukünftige Protestaktionen unterbreitet werden konnten.

Der Universitätsbibliothek (UB) Leipzig droht 2012 ein sechsstelliges Defizit. Deren stellvertretende Direktorin Charlotte Bauer warnte auf der heutigen Senatssitzung davor, dass der UB in diesem Jahr nach aktuellem Stand 280.000 Euro fehlen würden. Ein zentraler Grund dafür sind die seit Jahren sinkenden Mittel für Neuerwerbungen von Büchern, Zeitschriften sowie für die Kosten von Datenbanken bei gleichzeitig steigenden Anschaffungskosten. So reduzierte sich das entsprechende Budget von 2006 bis 2012 um knapp eine Million Euro auf aktuell 4,022 Millionen Euro.

Die Technische Universität (TU) Dresden wird als erste ostdeutsche Hochschule in den Kreis der Eliteuniversitäten aufgenommen. Diese Entscheidung gaben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat am Freitag bekannt. Insgesamt gelten in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative nun elf deutsche Hochschulen als Elite-Universiäten.

Die Studenten der Universität haben ihre Senatsverteter für das kommende Jahr gewählt: Abdulaziz Bachouri, Christopher Schiemann, Salome Adam und Sebastian Stieler heißen die vier Studenten, die ab Herbst die studentischen Belange im höchsten Gremium der Hochschule vertreten sollen. Bachouri, der mit 586 Stimmen deutlich das beste Ergebnis erzielte, war bisher Referent für ausländische Studierende. Er ist ebenso wie der Wirtschaftswissenschaftsstudent Schiemann erstmals Mitglied im Senat. Dahingegen gehören Adam und Stieler bereits in der laufenden Legislaturperiode dem Gremium an.

Anlässlich des 20. Geburtstag der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) sprach student!-Chefredakteur Robert Briest mit Björn Bloss, Sprecher des Studentenrats (Stura), über die aktuelle Situation an der Hochschule

Mit einer Gedenkveranstaltung im Neuen Augusteum hat die Universität Leipzig am Mittwoch der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli im Jahr 1968 gedacht. Pünktlich um 10.58 Uhr - dem Zeitpunkt der Sprengung vor 44 Jahren - eröffnete der Universitätschor die Veranstaltung.

Bachelor- und Masterstudenten absolvieren ihr Studium häufiger in der Regelstudienzeit als Diplomer. In den Kulturwissenschaften ist der Frauenanteil unter den Professoren dreimal so hoch wie in den Ingenieurswissenschaften und Sachsen liegt bei der Pro-Student-Finanzierung der Universitäten auf den letzten Plätzen im Ländervergleich, hat dafür jedoch überdurchschnittlich hohe Drittmitteleinnahmen – Diese und zahlreiche weitere Informationen gehen aus der Bericht "Hochschulen im Überblick" hervor, den das statistische Bundesamt am vergangenen Freitag.

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