• Sport
  • Von Plogging über Parkour bis Paddling

    Laura Camboni

    Endlich ist der Frühling da und mit ihm auch die jährlich wiederentfachende sportliche Leidenschaft im Freien. Ein Abriss über die kuriosesten Trendsportraten, die wir 2019 sehen werden.

    Seit Ende März hat sowohl der kalendarische als auch der meteorologische Frühling begonnen. Das Thermometer kratzte in Leipzig schon mehrmals an der 20-Grad-Marke, sodass Cafés und Eisdielen ihre Terrassen öffneten, die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park wieder musikalisch belebt ist und der Kampf um den Winterspeck in die nächste Runde geht. Der Frühling ist aber nicht nur für die Fettverbrennung von Weihnachtskeksen da, sondern regt die Menschen an, ihr Leben nach draußen zu verlagern und das Wetter in vollen Zügen zu genießen. Egal ob ihr schon den frühlingshaften Bewegungsdrang spürt oder noch im Winterschlafmodus durch die Universität schlappt – diese Trendsportarten für 2019 solltet ihr unbedingt ausprobieren.

    Mit dem sogenannten „Plogging“ formt ihr nicht nur euren eigenen Körper, sondern helft auch der Umwelt. Das Joggen wird demnach mit Müll oder Plastik sammeln verbunden. Die Sportart zeichnet sich durch eine große Varianz an Übungen und Bewegungen aus: Dehnen, Beugen, Hocken, Laufen, Joggen und Tragen. Sie ist somit auch ideal für Lauf-Anfänger*innen.

    Die zweite Trendsportart hat ihren Ursprung in Frankreich und heißt „Parkour“. Dabei geht es um die Überwindung von Hindernissen, wobei den Sportlern*innen keine kreativen Grenzen gesetzt sind. Gerade in urbanen Umgebungen werden zum Beispiel Papierkörbe, Bänke, Bauzäune, Mauern und Garagen übersprungen und überklettert. Die einzige Regel: Die Hindernisse dürfen nicht verändert werden. Teil der Philosophie, die hinter der Sportart steckt, ist das eigene Können abzuschätzen, seinen Körper kennenzulernen und physische und mentale Hindernisse zu überwinden. Parkour verlangt uns Fitness, Ausdauer und Beweglichkeit ab und ist daher für bereits sportlich aktivere Menschen geeignet, die ihre körperlichen Grenzen erfahren möchten.

    „Stand-up-Paddling“ ist ebenfalls eine der Top-Trendsportarten 2019. Dabei steht man, wie der Name schon erahnen lässt, auf einem speziellen Wasserbrett, das man mit einem Stechpaddel vorwärts bewegt. Mit einem Minimum an Ausrüstung können selbst blutige Anfänger*innen schnelle Erfolge verzeichnen. Die Seenlandschaft in Leipzig lädt dazu ein, diese absolut umweltschonende Wassersportart mit Freund*innen auszuprobieren. Die Sportart ist jedoch nicht so einfach umsetzbar wie es aussieht. Denn auch hier ist eine Ganzkörperbeherrschung gefragt.

    Falls ihr euch aber lieber unter Wasser als auf dem Wasser bewegen möchtet, wäre die Trendsportart „Meerjungfrauschwimmen“ zu empfehlen. Diese weitverbreitete Wettkampfdisziplin nimmt jährlich für Männer und Frauen gleichermaßen an Beliebtheit zu und besteht in ihren Grundzügen darin, mit einer Monoflosse zu schwimmen.

    „Bouldern“ und „Hot Yoga“ sind zwar bekannte Trendsportarten aus 2018, aber der Hype ist auch 2019 noch nicht abgeklungen. „Bouldern“ ist eine Form des Kletterns, bei der ohne Gurt und Seil in Absprunghöhe geklettert wird und die Sportler*innen an ihre Leistungsgrenze bringen soll. „Hot Yoga“ hingegen heißt nichts anderes als Yoga in einem mindestens 38 Grad warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit zu absolvieren. Grundsätzlich erhofft man sich durch die Umgebung eine bessere Dehnung mit geringerem Verletzungsrisiko, wobei hohe Kalorienverbrennung ein positiver Nebeneffekt ist.

    Die letzte Trendsportart steht ganz unter dem Motto: Fühlt die Musik und schwitzt das Alphabet. „Bokwa“ ist ein Tanzworkout für alle, die nach Abwechslung suchen. Anstatt einer Choreografie tanzt man rhythmisch zu südafrikanischer Musik, Buchstaben und Zahlen. Egal für welche kuriose Trendsportart ihr euch diesen Frühling entscheidet: Vergesst nicht euch für die Anstrengungen zu belohnen! Schließlich schmeckt Eis bei schönem Wetter am Besten, und ganz so schlimm ist das treue Hüftgold doch auch nicht, oder?

    Verwandte Artikel

    Mit einer halben Bibliothek zum Bundesligaspiel

    Gregor Remke ist 21, Profihandballer und KMW-Student an der Universität Leipzig. In seinem Alltag dreht sich alles um den Ball. Trotzdem legt er auch mal einen Netflix-Tag ein.

    Spagat Sport | 16. April 2019

    „So schnell kommt man da nicht raus“

    Thomas Rohmberger ist Leistungsschwimmer am Bundesnachwuchsstützpunkt in Leipzig und studiert „nebenbei“ Kommunikations- und Medienwissenschaft. Ein Balance-Akt, der Disziplin und Planung erfordert.

    Spagat Sport | 18. März 2019