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  • Prokrastinierst du noch oder lernst du schon?

    Von Hanna Lohoff

    Fünf Lern-Hacks für die nahende Klausurenphase

    Es herrscht reges Treiben auf dem Campus. In der Bib beginnt der Kampf um die besten Plätze, im Seminar sitzt plötzlich jemand neben dir, den du noch nie gesehen hast und du bekommst nur noch Einladungen zu Lerngruppen statt zu WG-Partys. Richtig erkannt: die Klausurenphase steht an. Auch wenn du dir zu Semesteranfang noch ganz fest vorgenommen hast, dieses Mal regelmäßig alles nachzuarbeiten, um nicht auf den letzten Drücker mit dem Lernen anfangen zu müssen, erwarten dich nun doch wieder lange Lerntage. Damit du die Klausurenphase erfolgreich und ohne Nervenzusammenbrüche meistern kannst, haben wir fünf Lern-Hacks zusammengestellt. Mit ihnen bist du für alles gewappnet.

    greifbare Ziele setzen ist wichtig

    greifbare Ziele setzen ist wichtig

    1. Den inneren Schweinehund überwinden

    Unterlagen rauskramen, anfangen, Zusammenfassungen zu schreiben – das verschiebst du lieber auf morgen? Dir fallen plötzlich ganz viele Dinge ein, die du noch erledigen wolltest? Die Fenster putzen, das Paket abholen, die Großtante anrufen? Du leidest eindeutig an Aufschieberitis. Aber keine Angst, sie ist heilbar. Um den inneren Schweinehund zu überwinden, gibt es einen Tipp.

    Führe dir deine direkt Ziele vor Augen. Der Hochschulabschluss ist zwar das Hauptziel (oder sollte es zumindest sein), dieses scheint aber oft zu weit weg. Eine gute Note als Ziel ist da schon greifbarer – oder aber die Semesterferien, die nächste Party, der Döner zum Abendessen – Hauptsache ist, du weißt, wofür du paukst. Schreib dein Wunschziel auf einen Klebezettel und platziere ihn direkt vor deinem Schreibtisch. So verlierst du dein Ziel nicht aus den Augen.

    Handy weg beim Lernen!

    Handy weg beim Lernen!

    2. Ablenkungen vermeiden: Social-Media-Pause

    Ob Bib-Lerner oder In-Jogginghosen-Zuhause-Pauker – eines ist den Lernmaterialien meist nicht fern: das Smartphone. Beim Aufblinken nur mal kurz die Nachricht lesen – oh, eine Markierung auf Facebook – und schnell sind 15 Minuten vergangen. Leg‘ das Handy beim Lernen weg oder schalte es einfach aus. Wer so viel Selbstdisziplin nicht besitzt, dem hilft die App „SelfControl“. Damit kannst du bestimmte Websites und Apps für eine von dir festgelegte Zeit sperren. Auch ein verzweifeltes Deinstallieren und Neuinstallieren hilft nichts. Die App ist erst wieder verfügbar, wenn die Zeit abgelaufen ist.

    gut geplant ist halb gewonnen

    gut geplant ist halb gewonnen

    3. Timing ist alles

    Einen Zeitplan mögen viele für übertrieben und andere für überflüssig halten, da sie ihn am Ende doch nicht einhalten, doch er hat einige Vorteile. Zunächst einmal ist die Erstellung eines Zeitplans der erste Schritt, um mit dem Lernen anzufangen. Wenn du dir schon mal eine grobe Übersicht erstellst, setzt du dich bereits mit den Lerninhalten auseinander. Das hilft, um danach direkt anzufangen. Zudem hilft dir ein Plan dabei, die verschiedenen Inhalte zu timen. Meist lernt man nicht nur für eine Prüfung, sondern bereitet sich auf mehrere Klausuren gleichzeitig vor. Wenn du langsam den Überblick verlierst, kann dir auch dabei eine App helfen. Mit „ExamTime“ kannst du nicht nur Zeitpläne erstellen, sondern auch Mindmaps, Karteikarten oder ein Quiz.

    schöne Aussichten

    schöne Aussichten

    4. Kleine Belohnungen für harte Gehirnarbeit

    Es geht doch nichts über eine leckere Pizza nach einem anstrengenden Lerntag. Bau dir in deinen Tagesablauf (oder sogar in dein Lernmaterial) kleine Belohnungen ein. Koche dein Lieblingsessen oder triff dich noch auf eine Mate am Späti. Gönn‘ dir nach dem Pauken eine Folge deiner Lieblingsserie oder auch ein kurzes Nickerchen. Wie deine Belohnung auch aussehen mag, sie steigert deine Motivation ganz bestimmt.

    5. Bewegung und gesunde Ernährung

    Obst und Gemüse sind die bessere Nervennahrung

    Obst und Gemüse sind die bessere Nervennahrung

    Schokolade eignet sich als Belohnung zwar hervorragend, sollte aber nicht deinen gesamten Ernährungsplan füllen. Denn Produkte mit viel Zucker werden vom Körper sehr schnell verarbeitet, versorgen ihn jedoch nicht langfristig mit Energie. Obst- und Gemüsesnacks sind auf Dauer die bessere Nervennahrung. Die Vitamine schützen vor zellschädigenden freien Radikalen. Dazu ausreichend Wasser trinken, dann fällt das Konzentrieren leichter. Bei dem langen Sitzen können außerdem Bewegungsphasen nicht schaden. Du musst ja nicht gleich deine Joggingschuhe schnappen und durch den Park rennen – auch ein paar Kniebeugen auf dem Teppich oder Tanzen in der Küche sollen helfen – und verbessern deine Laune.

    Welcher Lern-Hack nun für dich der Richtige ist, findest du nur durch Ausprobieren heraus. Wir wünschen gutes Durchhaltevermögen und viel Erfolg bei den Prüfungen!