Politik

Vor der Rektorenwahl der Universität Leipzig im Oktober wurden die beiden uniinternen Bewerber vom Hochschulrat disqualifiziert. Die amtierende Rektorin der Universität Leipzig Beate Schücking darf nach eigener Aussage nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren.

 In der am 11. Mai erschienen Ausgabe des „student!“ gab es auf Seite fünf im Artikel „Sachsenticket für Alle“ eine falsche Information. Dort stand geschrieben, dass Studenten der Universität Leipzig sich durch den Austritt aus der Verfassten Studentenschaft dem verpflichteten Semesterticket entziehen können. Das ist nicht richtig.

Peer Pasternack, Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle, erfand den Stura. Die Studierendenvertretung an der Uni Leipzig war die erste ihrer Art in Ostdeutschland und feierte dieses Jahr 25. Geburtstag. Student!-Redakteure Annina Häfemeier und Julian Friesinger sprachen mit ihm über die Anfänge des Stura und die damaligen Herausforderungen.

Kultur

Die erste Einstellung von „Still the Water“ zeigt den tosenden Pazifik – minutenlang. Von da an rauschen der Ozean und der Wind ununterbrochen als Geräuschkulisse für die Handlung: Der schüchterne Kaito lebt mit seiner Mutter auf einer subtropischen japanischen Insel. Er kann die Trennung seiner Eltern nicht verkraften und schottet sich auch von seiner Freundin Kyoto ab. Diese muss sich mit dem nahenden Tod ihrer schwer kranken Mutter auseinandersetzen, die Schamanin auf der Insel ist.

In der Verfilmung von Benedict Wells’ Künstlerroman „Becks letzter Sommer“ dreht sich alles um Robert Beck (Christian Ulmen): Der Enddreißiger war früher ein viel beachteter Leadsänger einer Rockband, voller Sehnsucht nach dem wirklich großen Erfolg. Nun arbeitet er „aus Versorgungsgründen“ als Musiklehrer, unterrichtet gelangweilte Teenager und ist frustriert über seine geplatzten Lebensträume.

Es lassen sich heutzutage verschiedene Schauspieler-Obsessionen hegen: Da wären der Aalglatte (Eddie Redmayne), der perfekte Brite (Benedict Cumberbatch), der Coole (Bradley Cooper), der ewig Gutaussehende (Hugh Grant) und dann noch James Bond. In eine ganz andere Kategorie, die aber nicht minder anbetungswürdig ist, fällt Mads Mikkelsen. Für den Ottonormalverbraucher bekannt aus „Casino Royale“ (2006) in der Rolle des Bösewichts Le Chiffre, aber besonders geliebt für seine Rolle als Dr. Hannibal Lecter in der NBC-Serie „Hannibal“ (seit 2013).

Wissenschaft

Schnell füllten sich die Kommentarspalten der lokalen Medienwebsiten, als am 23. Januar die Universität Leipzig eine Pressemitteilung veröffentlichte, laut der die Demonstration des islamkritischen Bündnisses Legida am vergangenen Mittwoch kleiner war als die Polizei angab. Ein Team der Soziologie fand heraus, dass Legida nur 5.000 Teilnehmer auf die Straße brachte, die Behörden hatten zuvor von 15.000 gesprochen. student!-Redakteur Alexander Sinoviev hatte Gelegenheit, mit Stephan Poppe, Dozent für Statistik am Institut für Soziologie der Uni Leipzig und seinem studentischen Team, bestehend aus Clara Dilger, Marcel Sarközi und Lasse Emden, zu sprechen. Mit dem Aufkommen der Legidademonstrationen bot sich den Wissenschaftlern die Gelegenheit, selbst eine soziologische Zählung durchzuführen. Dabei ging es ihnen, laut eigener Aussage, nicht darum, die Zahlen der Polizei zu widerlegen, im Fokus stand das wissenschaftliche Interesse. Für die Teammitglieder ist es aber auch eine Frage des Berufsethos: „Als Soziologiestudierender ist man schon verpflichtet zu forschen, wenn in der eigenen Stadt solche Demonstrationen stattfinden“, meint ein Teammitglied.
Die grüne Gentechnik wird heiß diskutiert. Jens Jetzkowitz, der den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationssoziologie der Soziologie in Halle vertritt und sich unter anderem mit den Wechselwirkungen moderner Gesellschaften und ihren biophysischen Umweltsystemen befasst, war bereit, unserem Redakteur Martin Peters einige Fragen zum gesellschaftlichen Umgang mit grüner Gentechnik und dem Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt zu beantworten.
Die Institute für klassische Archäologie, Theaterwissenschaften und für physikalische Chemie stehen wegen des Personalabbaus an der Uni Leipzig vor dem Aus. Gegen die Schließung der Fachbereiche regt sich seit Monaten vielfältiger Widerstand. Der Promovierendenrat der Uni Leipzig (ProRat) will mit seiner aktuellen Veranstaltungsreihe „Schiffbruch mit Tiger- die langen Nächte des Untergangs“ auf den wissenschaftlichen Verlust, der durch die Kürzungen droht, aufmerksam machen, indem Doktoranden aus den bedrohten Disziplinen ihre Arbeiten vorstellen. student! stellt drei dieser Projekte vor:

Leipzig

Die europäische Flüchtlingspolitik geriet in den vergangenen Tagen immer öfter in die Kritik. Auf dem EU- Sondergipfel vor zwei Tagen in Brüssel wurde über aktuelle Probleme und Lösungen debattiert. Für die rund 1.350 Hilfesuchenden allerdings, die allein in den letzten zehn Tagen bei Schiffsunglücken im Mittelmeer starben, kommen diese Gedanken zu spät.
Sonntagnachmittag 17.00 Uhr: Die Messehallen leeren sich, endlich gibt es Platz zum Atmen. Viel passiert jetzt nicht mehr. Ein idealer Zeitpunkt, sich einzelne Stände ohne Gedränge noch einmal in aller Ruhe anzuschauen und die Leipziger Buchmesse 2015 Revue passieren zu lassen.
Auch am dritten Tag der Messe haben sich zur Eröffnung bereits lange Schlangen in den Eingangshallen des Geländes gebildet, die Wartenden sind prächtig kostümiert, schick oder in Alltagskleidung. Augenfällig ist, dass die Manga Anime Convention schon im zweiten Jahr ihres Bestehens zum Besuchermagneten, jugendlicher und erwachsener Fans der japanischen Comics und Zeichentrickfilme avancierte und ihre Besucher einen Großteil der ganz frühen Vögel ausmachten. Doch auch die gewöhnlichen Messegänger ließen nicht lange auf sich warten und kurz nach zehn schoben sich bereits Jung und Alt durch die Messehallen, auf dem Weg zu einer favorisierten Lesung, künstlerisch-musikalischen Darbietungen, wie sie in Halle 5 im Musikzimmer und der Instrumentenwerkstatt zu bestaunen waren, oder einfach zum Schlendern.

Thema

Manchen ist sie vielleicht schon aufgefallen: ganz am östlichen Ende des Reudnitzer Lene-Voigt-Pakes steht seit April ein kleines, sehr buntes Regal mit fast täglich wechselndem Inhalt. „Lenes Tauschbude“, eine Erfindung der beiden Studenten Leo Mayatepek und Jakob Semmer. student!-Redakteurin Vanessa Gregor hat mit den beiden über das Konzept des Nehmens und Gebens und freiwilligen Tauschens gesprochen.

Über das Trinken ist schon viel ge­schrie­ben worden. In Weinfibeln wird der höhere Genuss mit prä­ten­tiösem Vokabular propagiert. In sachlichem Beamtendeutsch warnt die Drogenbeauftragte der Bun­desregierung vor den Ge­fah­ren des Suchtstoffs Alkohol. Und dann gibt es noch Bücher wie die von Peter Richter. Bücher, die wie der Ge­nuss von Alkohol selbst ein­fach bei Laune halten und für (Aus-)Ge­­lassenheit beim Alkohol­kon­­sum eine Lanze brechen. Hier wird keine nüchterne Ar­gu­men­ta­tion von einerseits und an­de­rer­seits betrieben, sondern in die Vol­len gegangen.

Alkoholkonsum hat in Deutsch­land eine lange Tra­di­tion. Bereits die alten Ger­ma­nen gingen mit Alkohol relativ locker um: Schrien ihre Babys zu lange, wur­­den die Schnuller kurzerhand in Bier getaucht, um für einen tie­fen Schlaf zu sorgen. Und selbst in wich­ti­gen politischen Abkommen, wie dem Versailler Vertrag von 1919, in dem verklausuliert wurde, dass die Wa­­­renbezeichnung Cognac nicht mehr für deutsche Produkte ver­wen­det werden darf, erhielt der Alkohol sei­­nen Platz.

Service

„qlearning“ setzt auf Schwarmintelligenz. Die Entwickler der kostenlosen Smartphone App möchten das Klausurwissen von Studierenden über Stadtgrenzen und Generationen hinweg vernetzen.

Ab dem kommenden Wintersemester fahren auch Leipzigs Uni-Studenten mit ihrem Semsterticket durch den Citytunnel. Mit 61,66 Prozent stimmten sie für die Einführung des Volltickets des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV). Dieses wird im gesamten Gebiet des MDV gelten, also für Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge. Der Stura der Universität Leipzig hatte Ende Januar eine Online-Befragung durchgeführt, bei der sich die Studenten zwischen dem MDV-Ticket und dem noch geltenden Sockel-Ticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) entscheiden konnten.

Der Stura der Uni Leipzig lässt in dieser Woche wieder über die Zukunft des Semestertickets abstimmen. Erst vor zwei Jahren hatte sich eine Mehrheit der Befragten für das LVB-Sockelbeitragsmodell ausgesprochen. Neben diesem steht ein Vollticket des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV) zur Wahl.

Perspektive

„Dass ich anders war, bemerkte ich zum ersten Mal am Morgen des 10. November 1938. Aus der Färberstraße 11 wurde jemand heraus gezerrt und in einem Auto verschleppt. Jemand, den ich sehr gut kannte: der jüdische Hausmeister. Die Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße brannte, Schaufensterscheiben jüdischer Geschäfte in der Innenstadt waren eingeschlagen und aus dem jüdischen Warenhaus 'Bamberger&Hertz' am Augustusplatz stiegen große schwarze Rauchwolken auf“, so skizziert Rolf Isaacsohn seine persönlichen Erinnerungen an die Reichspogromnacht in Leipzig.
Am vergangen Wochenende hat in Wermsdorf das 1. Workshop Wochenende des student! stattgefunden. Im Rahmen des Workshops wurden einige Seminare angeboten zum Beispiel: Wege in den Journalismus und Handwerkszeug - Wie schreibe ich eine gute Reportage, Glosse, Meldung sowie Ich&mein Text - Wenn das Blatt weiß bleibt(Schreibblockaden überwinden).Gehalten wurden die Seminare von den vier ehemaligen Chefredakteuren Christian Döring, Julia Czerwonatis, Robert Briest und René Loch. An diesem Wochenende entstanden unter anderem sechs Glossen, die ihr unten lesen könnt.

Christian Stangl und Alexander Huber zählen zu den Extremalpinisten. Der eine hat bereits die drei höchsten Berge aller sieben Kontinente erklommen – zumeist im Laufschritt –, der andere ist Free Climber mit Neigung zum Extrem. Auf einer Veranstaltung eines Leipziger Reiseanbieters berichteten die beiden am Wochenende über ihre Abenteuer.

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Die erste Einstellung von „Still the Water“ zeigt den tosenden Pazifik – minutenlang.

In der Verfilmung von Benedict Wells’ Künstlerroman „Becks letzter Sommer“ dreht sich alles um Ro