Politik

Massiver Widerstand hatte sich gegen die Pläne der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig geregt, von ihren Studenten aus dem Nicht-EU-Ausland zukünftig 1.800 Euro pro Semester zu verlangen. Nun hat die HMT erklärt, die Studiengebühren auszusetzen – allerdings bloß für bereits immatrikulierte Studenten und einmalig für das kommende Wintersemester.
Detlef Döring ist außerordentlicher Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig und wissenschaftlicher Archivar der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Ende der 1970er Jahre studierte er an der Karl-Marx-Universität (KMU) Theologie, anschließend arbeitete sieben Jahre in der Universitätsbibliothek. Auch Physikprofessor Jürgen Haase studierte, promovierte und forschte an der KMU. Beide schilderten student!-Chefredakteur Robert Briest ihren Eindruck von der Wissenschaftsfreiheit an der Alma mater in den 1970er und 80er Jahren.
Die Schließungspläne der Pharmazie an der Universität Leipzig gehen in die nächste Runde. Die Studenten sehen die Qualität ihres Studiums in Gefahr - das das SMWK hält weiter an seinen Plänen fest. Ein ganzer Studiengang in der Schwebe.

Kultur

Letty (Michelle Rodriguez), bekannt aus den Teilen 1 und 4, lebt. Das wusste man eigentlich schon seit dem Abspann des Vorgängers, doch nun gibt es die Gewissheit. Cop Luke Hobbs (Dwayne Johnson), bekannt aus Teil 5, hat sich ihr und einer Bande krimineller Autofreaks, die irgendein richtig schlimmes Ding planen, an die Fersen geheftet und braucht dabei die Unterstützung von Brian (Paul Walker), bekannt aus den Teilen 1, 2, 4 und 5, sowie Dom (Vin Diesel), bekannt aus den Teilen 1, 4 und 5.

„Als ich noch jünger und verwundbarer war, gab mein Vater mir einmal einen Rat, der mir bis heute im Kopf herumgeht. ‚Wann immer du jemanden kritisieren willst‘, sagte er, ‚denk daran, dass nicht alle Menschen auf der Welt es so gut hatten wie du‘“. Mit diesen berühmten Worten sollte mit „Der große Gatsby“ der wohl erfolgreichste und berühmteste amerikanische Roman des 20. Jahrhunderts erscheinen.

Drei Jahre lang hat das Drehteam von Disneynature, unter anderem flankiert von Forschern des Leipziger Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie (MPI EVA), in der Elfenbeinküste den jungen Schimpansen Oscar begleitet. Oscar verliert früh seine Mutter und kämpft fortan auf sich allein gestellt um Anschluss in der Gruppe und damit auch ums nackte Überleben. Gerettet wird er durch eine Adoption – ausgerechnet durch das ranghöchste Männchen.

Wissenschaft

Vom Rande der Fußball-Euro­pa­meisterschaft in Polen und der Ukraine berichteten die Me­dien über zahlreiche unange­neh­me Zwischenfälle: Prügeleien unter rechts­­extremen Hooligans, rassis­tische Sprechchöre, ein Twitter-An­griff gegen den deutschen Na­tio­nal­spie­ler Mesut Özil und schwu­len­feind­liche Äußerungen eines ita­lie­nischen Spielers.

Das künftige Biodiversitäts­zen­trum (iDiv) ist das neue Pres­tige­objekt des Universitäts­ver­bunds Halle-Jena-Leipzig (Wir berich­teten). stu­­dent!-Redak­teur Re­­né Loch sprach mit dem Bo­­ta­ni­ker und Bio­di­versitätsfor­scher Chris­tian Wirth, künftiger Leiter des iDiv, über Zie­le des Pro­jek­tes und den po­ten­tiel­len Nut­zen noch unent­deckter Arten.

student!: Sie wurden zum ge­schäftsführenden Direktor des iDiv gewählt. Vor welchen He­raus­for­de­rungen stehen Sie dabei persönlich?

In einer aktuellen Publikation pro­gnos­ti­ziert die World Health Or­ga­ni­za­tion (WHO) eine Ver­dop­plung der De­menz­fäl­le alle 20 Jah­re. Der schlei­chen­de Ver­lust der Denk­fäh­ig­kei­ten könnte damit zu einer der größ­ten He­raus­for­der­un­gen in Me­di­zin und Pfle­ge für un­se­re über­al­tern­de Ge­sell­schaft wer­den  – schon für 2010 schätzt die WHO die welt­weit ver­ur­sach­ten Kos­ten auf 604 Milliarden US Dollar, wo­von der Groß­teil für die Pfle­ge der Be­trof­fe­nen auf­ge­bracht wird.

Leipzig

Jede Menge Menschen auf der Buchmesse 2013 und unsere Autorin Miriam Pschirrer war für euch zwischendrin. Lest Tag drei unseres Messetagebuches von der Leipziger Buchmesse. Unter anderem über Claus Kleber, Jorge Gonzales, Joey Goebel uvm.
Über jede Menge früh aufstehende Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben: Tag zwei der Buchmesse Leipzig. Gedränge in der Bahn, Poetry-Slam vom Feinsten und Manga,Manga Manga inklusive - unsere Autorin Mirjam war für euch unterwegs.
Bereits am Donnerstag hatte die Leipziger Buchmesse einige Höhepunkte zu bieten: So wurde der begehrte Preis der Messe für die besten Bücher des letzten Jahres verliehen. Ex-Mdr-Intendant Udo Reiter ätzte gegen „geschniegelte Journalisten“ aus den alten Bundesländern und ein Ein-Mann-Verlag aus Leipzig präsentierte sich selbstbewusst.

Thema

Über das Trinken ist schon viel ge­schrie­ben worden. In Weinfibeln wird der höhere Genuss mit prä­ten­tiösem Vokabular propagiert. In sachlichem Beamtendeutsch warnt die Drogenbeauftragte der Bun­desregierung vor den Ge­fah­ren des Suchtstoffs Alkohol. Und dann gibt es noch Bücher wie die von Peter Richter. Bücher, die wie der Ge­nuss von Alkohol selbst ein­fach bei Laune halten und für (Aus-)Ge­­lassenheit beim Alkohol­kon­­sum eine Lanze brechen. Hier wird keine nüchterne Ar­gu­men­ta­tion von einerseits und an­de­rer­seits betrieben, sondern in die Vol­len gegangen.

Alkoholkonsum hat in Deutsch­land eine lange Tra­di­tion. Bereits die alten Ger­ma­nen gingen mit Alkohol relativ locker um: Schrien ihre Babys zu lange, wur­­den die Schnuller kurzerhand in Bier getaucht, um für einen tie­fen Schlaf zu sorgen. Und selbst in wich­ti­gen politischen Abkommen, wie dem Versailler Vertrag von 1919, in dem verklausuliert wurde, dass die Wa­­­renbezeichnung Cognac nicht mehr für deutsche Produkte ver­wen­det werden darf, erhielt der Alkohol sei­­nen Platz.

Kli­schees bezüglich al­ko­hol­ab­sti­nenter Studenten reichen vom braven, ver­ant­wor­tungs­be­wussten Chauffeur vom Dienst bis zum stubenhockenden Griesgram, der An­deren den Spaß verderben möch­­te. Für letzteres lieferte eine Stu­die aus Norwegen Belege. Bei der Be­­fra­gung von knapp 40.000 Men­schen zeig­te sich, dass sowohl starke Al­­ko­ho­liker als auch vollkommene Nicht­­­trin­ker häufiger depressiv wa­ren, als mo­derate Trinker.

Service

Immer mehr Studenten des In­sti­tuts für In­for­ma­­tik der Universität Leip­zig gründen ihre eigenen Firmen. Über diese Ent­wick­lung sprach stu­dent!-Re­dak­teur De­nis Gießler mit Ger­hard He­y­er, Lehrstuhlinhaber für Au­tomati­sche Sprachverarbeitung, über Chan­cen und Start­schwie­rig­kei­ten von neu­ge­grün­de­ten, jun­gen In­for­ma­tik­un­ter­neh­men.

student!: Wann gab es die ersten Firmenausgründungen am Institut für Informatik?

Ökonomie und Ökologie sind die Schlagworte des 21. Jahr­hun­derts – beide stammen von „Oikos“ ab, „ein Be­griff aus dem al­ten Griechenland, der das Managen des Haushalts beschreibt“, erklärt Johannes Schü­tze, Mit­glied der Initiative „Oikos Leipzig“. Die Gruppe aus bislang 13 Stu­denten organisiert Filmabende, Vorträge und Ex­kur­sio­nen zum Thema Nach­hal­tig­keit. „Dazu bietet die U­ni­ver­si­tät den rich­ti­gen Raum. Hier können wir Stu­die­rende, aber auch Professoren und andere An­ge­stellte der Uni­ver­si­tät für unser Anliegen sen­si­bi­li­sie­ren.

Bis jetzt war es nur ein Tag­traum, der in so manch lang­wei­li­ger Vorlesung auf­kam: Vor­le­sungen wann man will, im ei­ge­nen Lerntempo und alles von zu Hau­se aus.

Perspektive

Julius Fischer, 1984 in Gera geboren, ist ehemaliger Student der Universität Leipzig, erfolgreicher Autor und Poetry Slammer. Er ist Mitglied der Berliner Lesebühne „Lesedüne”, des „Team Totale Zerstörung”, des „The Fuck Hornisschen Orchestra”und der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz. Zu seinen Veröffentlichungen zählen das Buch „Ich will wie meine Katze riechen” und die CD „Aspekte der Tiefe”. student!-Chefredakteur Knut Holburg sprach mit Fischer über Krasses im neuen Jahr, unangemessene Witze und was er denn im Notfall so „Vernünftiges tun“ könnte.

Eigentlich bin ich jeden Tag hier. Im Sommer halten wir uns viel draußen auf, aber gerade im Winter ist es in der Uni warm.“ Jens sitzt auf den schwarz glänzenden Absätzen im Hörsaalgebäude am Campus Augustusplatz. Eigentlich haben wir ihn schon oft gesehen, doch heute setze ich mich zum ersten Mal zu ihm. Er redet sehr offen und so ist das „Sie“ schnell überwunden.

Da war er nun also, der 21.12.2012, jener magische Tag, der die Fantasie der Menschen zu überraschenden Höhenflügen anspornte, und sich letztendlich mit schuldbewusster Mine klammheimlich aus dem öffentlichen Interesse stahl, ganz als sei er der ganzen Aufregung nicht wert gewesen.

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Kostprobe

Letty (Michelle Rodriguez), bekannt aus den Teilen 1 und 4, lebt.

„Als ich noch jünger und verwundbarer war, gab mein Vater mir einmal einen Rat, der mir bis heute