Politik

 In der am 11. Mai erschienen Ausgabe des „student!“ gab es auf Seite fünf im Artikel „Sachsenticket für Alle“ eine falsche Information. Dort stand geschrieben, dass Studenten der Universität Leipzig sich durch den Austritt aus der Verfassten Studentenschaft dem verpflichteten Semesterticket entziehen können. Das ist nicht richtig.

Peer Pasternack, Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle, erfand den Stura. Die Studierendenvertretung an der Uni Leipzig war die erste ihrer Art in Ostdeutschland und feierte dieses Jahr 25. Geburtstag. Student!-Redakteure Annina Häfemeier und Julian Friesinger sprachen mit ihm über die Anfänge des Stura und die damaligen Herausforderungen.

Der Protest gegen den Stellenabbau an der Universität Leipzig radikalisiert sich. Fast ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der neuesten Kürzungspläne – Theaterwissenschaft und Archäologie stehen vor dem Aus – und drei Wochen nach der Massendemonstration durch die Leipziger Innenstadt haben sich etwa 15 Studenten der Theaterwissenschaft für eine neue Protestform entschieden: der Besetzung des Unirektorates. Seit 7 Uhr halten sie sich im Vorzimmer des Büros von Rektorin Beate Schücking auf. Auf dem Balkon haben die Besetzer ein Banner Richtung Goethestraße gespannt.

Kultur

Eyad (Tawfeek Barhoom) ist der Stolz seiner Familie und der Stadt Tira, einer arabischen Kleinstadt in Israel. Unglaublich schlau und gewitzt, fällt seine besondere Begabung bereits im Kindesalter auf, als er eine Quizfrage löst, die alle anderen Bewohner überfordert. Besonders sein Vater (Ali Suliman), der als junger Mann aufgrund 'revolutionärer Umtriebe' von der Universität verwiesen wurde, hegt große Erwartungen an ihn. Als Eyad an einer jüdischen Eliteschule aufgenommen wird, scheinen sich die großen Hoffnungen der Familie zu erfüllen.

Diesen Dienstag, dem 5. Mai, wurden die ersten Iranischen Filmtage in Leipzig in der galerie KUB, dem Forum für zeitbasierte Kunst und politische Kultur, eröffnet. Zahlreiche Gäste verschiedener Altersgruppen, Studierende, Berufstätige, deutscher und internationaler Herkunft, erschienen zur ersten Vorführung zweier Kurzfilme, die durch eine musikalische Darbietung mit persischen Instrumenten ergänzt wurde. Im Rahmen der Filmtage werden noch bis zum 9.

Der australische Farmer Joshua Connor (Russell Crowe) leidet an den immer mehr schmerzenden Narben eines Vaters, der seine Söhne verloren hat. Arthur, Henry und Edward kämpften im Ersten Weltkrieg auf der Seite des Commonwealth in der Schlacht von Gallipoli, doch keiner von ihnen kehrte aus dem Krieg zurück. 1919, vier Jahre später, zieht er durch das australische Outback, sucht mit Wünschelruten Wasserquellen und baut Brunnen. Er hat sich in seinem Leben eingerichtet.

Wissenschaft

Schnell füllten sich die Kommentarspalten der lokalen Medienwebsiten, als am 23. Januar die Universität Leipzig eine Pressemitteilung veröffentlichte, laut der die Demonstration des islamkritischen Bündnisses Legida am vergangenen Mittwoch kleiner war als die Polizei angab. Ein Team der Soziologie fand heraus, dass Legida nur 5.000 Teilnehmer auf die Straße brachte, die Behörden hatten zuvor von 15.000 gesprochen. student!-Redakteur Alexander Sinoviev hatte Gelegenheit, mit Stephan Poppe, Dozent für Statistik am Institut für Soziologie der Uni Leipzig und seinem studentischen Team, bestehend aus Clara Dilger, Marcel Sarközi und Lasse Emden, zu sprechen. Mit dem Aufkommen der Legidademonstrationen bot sich den Wissenschaftlern die Gelegenheit, selbst eine soziologische Zählung durchzuführen. Dabei ging es ihnen, laut eigener Aussage, nicht darum, die Zahlen der Polizei zu widerlegen, im Fokus stand das wissenschaftliche Interesse. Für die Teammitglieder ist es aber auch eine Frage des Berufsethos: „Als Soziologiestudierender ist man schon verpflichtet zu forschen, wenn in der eigenen Stadt solche Demonstrationen stattfinden“, meint ein Teammitglied.
Die grüne Gentechnik wird heiß diskutiert. Jens Jetzkowitz, der den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationssoziologie der Soziologie in Halle vertritt und sich unter anderem mit den Wechselwirkungen moderner Gesellschaften und ihren biophysischen Umweltsystemen befasst, war bereit, unserem Redakteur Martin Peters einige Fragen zum gesellschaftlichen Umgang mit grüner Gentechnik und dem Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt zu beantworten.
Die Institute für klassische Archäologie, Theaterwissenschaften und für physikalische Chemie stehen wegen des Personalabbaus an der Uni Leipzig vor dem Aus. Gegen die Schließung der Fachbereiche regt sich seit Monaten vielfältiger Widerstand. Der Promovierendenrat der Uni Leipzig (ProRat) will mit seiner aktuellen Veranstaltungsreihe „Schiffbruch mit Tiger- die langen Nächte des Untergangs“ auf den wissenschaftlichen Verlust, der durch die Kürzungen droht, aufmerksam machen, indem Doktoranden aus den bedrohten Disziplinen ihre Arbeiten vorstellen. student! stellt drei dieser Projekte vor:

Leipzig

Die europäische Flüchtlingspolitik geriet in den vergangenen Tagen immer öfter in die Kritik. Auf dem EU- Sondergipfel vor zwei Tagen in Brüssel wurde über aktuelle Probleme und Lösungen debattiert. Für die rund 1.350 Hilfesuchenden allerdings, die allein in den letzten zehn Tagen bei Schiffsunglücken im Mittelmeer starben, kommen diese Gedanken zu spät.
Sonntagnachmittag 17.00 Uhr: Die Messehallen leeren sich, endlich gibt es Platz zum Atmen. Viel passiert jetzt nicht mehr. Ein idealer Zeitpunkt, sich einzelne Stände ohne Gedränge noch einmal in aller Ruhe anzuschauen und die Leipziger Buchmesse 2015 Revue passieren zu lassen.
Auch am dritten Tag der Messe haben sich zur Eröffnung bereits lange Schlangen in den Eingangshallen des Geländes gebildet, die Wartenden sind prächtig kostümiert, schick oder in Alltagskleidung. Augenfällig ist, dass die Manga Anime Convention schon im zweiten Jahr ihres Bestehens zum Besuchermagneten, jugendlicher und erwachsener Fans der japanischen Comics und Zeichentrickfilme avancierte und ihre Besucher einen Großteil der ganz frühen Vögel ausmachten. Doch auch die gewöhnlichen Messegänger ließen nicht lange auf sich warten und kurz nach zehn schoben sich bereits Jung und Alt durch die Messehallen, auf dem Weg zu einer favorisierten Lesung, künstlerisch-musikalischen Darbietungen, wie sie in Halle 5 im Musikzimmer und der Instrumentenwerkstatt zu bestaunen waren, oder einfach zum Schlendern.

Thema

Über das Trinken ist schon viel ge­schrie­ben worden. In Weinfibeln wird der höhere Genuss mit prä­ten­tiösem Vokabular propagiert. In sachlichem Beamtendeutsch warnt die Drogenbeauftragte der Bun­desregierung vor den Ge­fah­ren des Suchtstoffs Alkohol. Und dann gibt es noch Bücher wie die von Peter Richter. Bücher, die wie der Ge­nuss von Alkohol selbst ein­fach bei Laune halten und für (Aus-)Ge­­lassenheit beim Alkohol­kon­­sum eine Lanze brechen. Hier wird keine nüchterne Ar­gu­men­ta­tion von einerseits und an­de­rer­seits betrieben, sondern in die Vol­len gegangen.

Alkoholkonsum hat in Deutsch­land eine lange Tra­di­tion. Bereits die alten Ger­ma­nen gingen mit Alkohol relativ locker um: Schrien ihre Babys zu lange, wur­­den die Schnuller kurzerhand in Bier getaucht, um für einen tie­fen Schlaf zu sorgen. Und selbst in wich­ti­gen politischen Abkommen, wie dem Versailler Vertrag von 1919, in dem verklausuliert wurde, dass die Wa­­­renbezeichnung Cognac nicht mehr für deutsche Produkte ver­wen­det werden darf, erhielt der Alkohol sei­­nen Platz.

Kli­schees bezüglich al­ko­hol­ab­sti­nenter Studenten reichen vom braven, ver­ant­wor­tungs­be­wussten Chauffeur vom Dienst bis zum stubenhockenden Griesgram, der An­deren den Spaß verderben möch­­te. Für letzteres lieferte eine Stu­die aus Norwegen Belege. Bei der Be­­fra­gung von knapp 40.000 Men­schen zeig­te sich, dass sowohl starke Al­­ko­ho­liker als auch vollkommene Nicht­­­trin­ker häufiger depressiv wa­ren, als mo­derate Trinker.

Service

„qlearning“ setzt auf Schwarmintelligenz. Die Entwickler der kostenlosen Smartphone App möchten das Klausurwissen von Studierenden über Stadtgrenzen und Generationen hinweg vernetzen.

Ab dem kommenden Wintersemester fahren auch Leipzigs Uni-Studenten mit ihrem Semsterticket durch den Citytunnel. Mit 61,66 Prozent stimmten sie für die Einführung des Volltickets des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV). Dieses wird im gesamten Gebiet des MDV gelten, also für Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge. Der Stura der Universität Leipzig hatte Ende Januar eine Online-Befragung durchgeführt, bei der sich die Studenten zwischen dem MDV-Ticket und dem noch geltenden Sockel-Ticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) entscheiden konnten.

Der Stura der Uni Leipzig lässt in dieser Woche wieder über die Zukunft des Semestertickets abstimmen. Erst vor zwei Jahren hatte sich eine Mehrheit der Befragten für das LVB-Sockelbeitragsmodell ausgesprochen. Neben diesem steht ein Vollticket des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV) zur Wahl.

Perspektive

Am vergangen Wochenende hat in Wermsdorf das 1. Workshop Wochenende des student! stattgefunden. Im Rahmen des Workshops wurden einige Seminare angeboten zum Beispiel: Wege in den Journalismus und Handwerkszeug - Wie schreibe ich eine gute Reportage, Glosse, Meldung sowie Ich&mein Text - Wenn das Blatt weiß bleibt(Schreibblockaden überwinden).Gehalten wurden die Seminare von den vier ehemaligen Chefredakteuren Christian Döring, Julia Czerwonatis, Robert Briest und René Loch. An diesem Wochenende entstanden unter anderem sechs Glossen, die ihr unten lesen könnt.

Christian Stangl und Alexander Huber zählen zu den Extremalpinisten. Der eine hat bereits die drei höchsten Berge aller sieben Kontinente erklommen – zumeist im Laufschritt –, der andere ist Free Climber mit Neigung zum Extrem. Auf einer Veranstaltung eines Leipziger Reiseanbieters berichteten die beiden am Wochenende über ihre Abenteuer.

Da zwinkert er. Napoleon Bonaparte. Selbstgekrönter französischer Kaiser, gewiefter Feldherr, Despot. Und nun auch Werbeträger. Das rechte Auge zugekniffen, die linke Hand obligatorisch in der Oberbekleidung gesteckt blickt er von den Werbeplakaten der Leipziger Verkehrsbetriebe. Mit der "BonaCard", natürlich für 18,13 Euro erhältlich, können Gäste des Völkerschlachtjubiläums vier Tage lang durch Leipzig fahren. Und Gäste sollen Mitte Oktober möglichst viele nach Leipzig kommen, wenn es nach dem Willen des Stadt und ihrer Marketing GmbH geht.

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18. Mai 2015 - 15:49 Uhr
16. Mai 2015 - 12:17 Uhr
13. Mai 2015 - 17:28 Uhr

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