Politik

Vor vier Jahren hat sich der Hochschulrat als oberstes Aufsichtsgremium der Universität Leipzig konstituiert. Die ehemalige Generalbundesanwältin Mo­­­­nika Harms übernahm den Vorsitz. Vor Kurzem erklärte sie, ihr Amt Ende Juni niederlegen zu wollen. Über die Gründe für ihren Rücktritt schwieg sie bislang jedoch. Im Gespräch mit den student!-Redakteuren Robert Briest und René Loch wirft sie nun dem Rektorat Ideenlosigkeit und mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit vor.

Die Entscheidung des Rektorats der Uni Leipzig, im Zuge des vom sächsischen Wissenschaftsministerium verordneten Stellenabbaus unter anderem die Institute für Theaterwissenschaft und Klassische Archäologie zu schließen, stößt auf weit verbreitete Kritik. Bereits am Dienstag hatte der Uni-Senat mit einer Missbilligung auf die Pläne reagiert, mittlerweile folgten weitere Äußerungen aus Politik, Gesellschaft und der Hochschule selbst.

Der Universität Leipzig droht der Wegfall der Theaterwissenschaft und der Klassischen Archäologie. Rektorin Beate Schücking nannte die beiden Fachbereiche am Dienstag als Hauptbetroffene der Stellenkürzung für 2015. Insgesamt muss die Universität im kommenden Jahr nach Vorgaben des sächsischen Wissenschaftsministeriums (SMWK) 24 Stellen abbauen. Neben der Theaterwissenschaft (fünf Stellen) und der Klassischen Archäologie (drei Stellen) sollen vier Stellen in der physikalischen Chemie sowie zwölf Ausbildungsplätze in der Verwaltung wegfallen.

Kultur

Max Dillon (Jamie Foxx) hat es nicht leicht: Der sozial inkompetente Elektroingenieur leidet unter ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexen. Von den meisten New Yorkern wird er nicht wahrgenommen, von seinen Kollegen bei Osborne Industries gar gemobbt. Ausgerechnet an seinem Geburtstag landet Max bei einem Arbeitsunfall samt Starkstromkabel in einem Moränenaquarium. Statt zu sterben, erwacht er als lebendes Bündel elektrischer Energie.

Im neuesten Streich Hollywoods wird die erfolgreiche Buch-Trilogie „Divergent-Die Bestimmung“ von Veronica Roth auf die Leinwand gebracht.
Der Film startet mit den typischen Bildern einer postapokalyptisch zerstörten Stadt. Als Zuschauer lehnt man sich entspannt zurück und bereitet sich auf simples Popcorn-Kino vor.

Silvesternacht in London, vier Menschen der höchst unterschiedlichsten Art treffen sich zufällig auf dem Dach eines Hochhauses. Martin (Pierce Brosnan), ein ehemaliger Fernsehmoderator, welcher wegen einer verhängnisvollen Affäre mit einer Minderjährigen einen kurzen Gefängnisaufenthalt hinter sich hat und vor den Trümmern seines Lebens steht. Die verzweifelte und betrunkene 18-jährige Jess (Imogen Poots), Tochter eines renommierten Politikers (Sam Neill). Der tumorkranke Pizzalieferant J.J.

Wissenschaft

Die teils sehr einseitige Berichterstattung über den Ukrainekonflikt hat den deutschen Medien in den vergangenen Wochen zunehmend Kritik eingebracht. Im Interview mit student!-Redakteurin Sophia Neukirchner erklärt Simon Weiß, Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg warum es keine objektive Auslandsberichterstattung geben kann und wie der deutsche Medienkonsument damit umgeht.

In drei Minuten kann man ein weiches Ei zubereiten, sich die Zähne putzen oder circa 17 Runden Flappy Bird spielen. Aber kann man in drei Minuten die Problematik der Belastung von Gewässern durch Perfluoralkyle präsentieren – ohne Unterstützung durch PowerPoint und vor einem weitestgehend fachfremden Publikum? Zwölf junge Wissenschaftler aus den MINT-Wissenschaften (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) haben sich am Mittwoch in der Moritzbastei dieser Herausforderung gestellt und ihr Forschungsthema beim „FameLab Sachsen“ vorgestellt.

Anfang vergangener Woche konnte man in der Universitätsbibliothek (UB) Albertina Zeuge eines ganz besonderen Spektakels werden. Mit vier schwarzen Limousinen fuhr der amerikanische Botschafter John B. Emerson vor, um zusammen mit der Leiterin des US-Generalkonsulats Leipzig, Teta M. Moehs, dem Direktor der UB, Ulrich Johannes Schneider, der Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking, und vielen anderen illustren Gästen den American Space Leipzig einzuweihen.

Leipzig

Mehrere hundert Gegendemonstranten haben am Samstagnachmittag einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD in Schönefeld auf halbem Weg gestoppt. Durch Straßenblockaden verhinderten sie, dass die Nationalisten am frisch eröffneten Flüchtlingsheim im ehemaligen Fechner-Gymnasium vorbeiziehen konnten. Abgeschottet von mehreren hundert Polizisten mussten sich die knapp 60 Teilnehmer der NPD-Demo stattdessen mit einer Kundgebung rund 100 Meter von dem Gebäude entfernt begnügen.

 Alexander Hertel ist der Kopf hinter „Leipzig bekehrt nicht“. Vordergründig wendet sich die Facebookseite gegen den Neubau der katholischen Kirche, bei genauerem Lesen entpuppt sie sich jedoch als bissige Satire auf vergleichbare Seiten gegen den Bau einer Moschee in Gohlis oder ein neues Asylbewerberheim in Schönefeld. Über 1.000 Likes hat „Leipzig bekehrt nicht“ bereits erhalten.

Als Clemens Thieme, der Architekt des Leipziger Völkerschlachtdenkmals, am 18. Oktober 1913 von der mystischen Macht sprach, die dem steinernen Koloss innewohnt, nahm er Bezug auf das Massensterben hundert Jah­re zuvor. Mit seiner Vorstellung vom Blut getränkten deutschen Boden, auf dem er sein Monument errichtete, entsprach er dem grundlegenden Kultur- und Geschichtsver­stän­dnis des wilhelminischen Rei­ches. Thieme war nur der Erste von vielen, die das Denkmal als Symbol für ihre jeweiligen Weltbilder deuteten.

Thema

Über das Trinken ist schon viel ge­schrie­ben worden. In Weinfibeln wird der höhere Genuss mit prä­ten­tiösem Vokabular propagiert. In sachlichem Beamtendeutsch warnt die Drogenbeauftragte der Bun­desregierung vor den Ge­fah­ren des Suchtstoffs Alkohol. Und dann gibt es noch Bücher wie die von Peter Richter. Bücher, die wie der Ge­nuss von Alkohol selbst ein­fach bei Laune halten und für (Aus-)Ge­­lassenheit beim Alkohol­kon­­sum eine Lanze brechen. Hier wird keine nüchterne Ar­gu­men­ta­tion von einerseits und an­de­rer­seits betrieben, sondern in die Vol­len gegangen.

Alkoholkonsum hat in Deutsch­land eine lange Tra­di­tion. Bereits die alten Ger­ma­nen gingen mit Alkohol relativ locker um: Schrien ihre Babys zu lange, wur­­den die Schnuller kurzerhand in Bier getaucht, um für einen tie­fen Schlaf zu sorgen. Und selbst in wich­ti­gen politischen Abkommen, wie dem Versailler Vertrag von 1919, in dem verklausuliert wurde, dass die Wa­­­renbezeichnung Cognac nicht mehr für deutsche Produkte ver­wen­det werden darf, erhielt der Alkohol sei­­nen Platz.

Kli­schees bezüglich al­ko­hol­ab­sti­nenter Studenten reichen vom braven, ver­ant­wor­tungs­be­wussten Chauffeur vom Dienst bis zum stubenhockenden Griesgram, der An­deren den Spaß verderben möch­­te. Für letzteres lieferte eine Stu­die aus Norwegen Belege. Bei der Be­­fra­gung von knapp 40.000 Men­schen zeig­te sich, dass sowohl starke Al­­ko­ho­liker als auch vollkommene Nicht­­­trin­ker häufiger depressiv wa­ren, als mo­derate Trinker.

Service

Ab dem kommenden Wintersemester fahren auch Leipzigs Uni-Studenten mit ihrem Semsterticket durch den Citytunnel. Mit 61,66 Prozent stimmten sie für die Einführung des Volltickets des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV). Dieses wird im gesamten Gebiet des MDV gelten, also für Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge. Der Stura der Universität Leipzig hatte Ende Januar eine Online-Befragung durchgeführt, bei der sich die Studenten zwischen dem MDV-Ticket und dem noch geltenden Sockel-Ticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) entscheiden konnten.

Der Stura der Uni Leipzig lässt in dieser Woche wieder über die Zukunft des Semestertickets abstimmen. Erst vor zwei Jahren hatte sich eine Mehrheit der Befragten für das LVB-Sockelbeitragsmodell ausgesprochen. Neben diesem steht ein Vollticket des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV) zur Wahl.

Immer mehr Studenten des In­sti­tuts für In­for­ma­­tik der Universität Leip­zig gründen ihre eigenen Firmen. Über diese Ent­wick­lung sprach stu­dent!-Re­dak­teur De­nis Gießler mit Ger­hard He­y­er, Lehrstuhlinhaber für Au­tomati­sche Sprachverarbeitung, über Chan­cen und Start­schwie­rig­kei­ten von neu­ge­grün­de­ten, jun­gen In­for­ma­tik­un­ter­neh­men.

student!: Wann gab es die ersten Firmenausgründungen am Institut für Informatik?

Perspektive

Christian Stangl und Alexander Huber zählen zu den Extremalpinisten. Der eine hat bereits die drei höchsten Berge aller sieben Kontinente erklommen – zumeist im Laufschritt –, der andere ist Free Climber mit Neigung zum Extrem. Auf einer Veranstaltung eines Leipziger Reiseanbieters berichteten die beiden am Wochenende über ihre Abenteuer.

Da zwinkert er. Napoleon Bonaparte. Selbstgekrönter französischer Kaiser, gewiefter Feldherr, Despot. Und nun auch Werbeträger. Das rechte Auge zugekniffen, die linke Hand obligatorisch in der Oberbekleidung gesteckt blickt er von den Werbeplakaten der Leipziger Verkehrsbetriebe. Mit der "BonaCard", natürlich für 18,13 Euro erhältlich, können Gäste des Völkerschlachtjubiläums vier Tage lang durch Leipzig fahren. Und Gäste sollen Mitte Oktober möglichst viele nach Leipzig kommen, wenn es nach dem Willen des Stadt und ihrer Marketing GmbH geht.

Unweit des Völkerschlachtdenkmals steht ein riesiger grauer Findling. Die Inschrift ist nicht mehr zu lesen, seine Bedeutung nahezu vergessen. Er wirkt wie ein Relikt aus längst vergessenen Zeiten. Bis zur Entfernung im Jahr 1949 befand sich die Inschrift „Deutsche, Gedenkt Eurer Kolonien“ auf dem Stein. Ursprünglich sollte dort ein Denkmal zu Ehren der in den Kolonien gefallenen Soldaten entstehen. Aufgrund des Verlustes der Kolonien im Ersten Weltkrieg errichtete man stattdessen 1918 diesen Gedenkstein.

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17. April 2014 - 00:14 Uhr
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