Politik

Vor der Rektorenwahl der Universität Leipzig im Oktober wurden die beiden uniinternen Bewerber vom Hochschulrat disqualifiziert. Die amtierende Rektorin der Universität Leipzig Beate Schücking darf nach eigener Aussage nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren.

 In der am 11. Mai erschienen Ausgabe des „student!“ gab es auf Seite fünf im Artikel „Sachsenticket für Alle“ eine falsche Information. Dort stand geschrieben, dass Studenten der Universität Leipzig sich durch den Austritt aus der Verfassten Studentenschaft dem verpflichteten Semesterticket entziehen können. Das ist nicht richtig.

Peer Pasternack, Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle, erfand den Stura. Die Studierendenvertretung an der Uni Leipzig war die erste ihrer Art in Ostdeutschland und feierte dieses Jahr 25. Geburtstag. Student!-Redakteure Annina Häfemeier und Julian Friesinger sprachen mit ihm über die Anfänge des Stura und die damaligen Herausforderungen.

Kultur

Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Val (Regina Casé) als Haushälterin und Kindermädchen bei einer wohlhabenden Familie im brasilianischen São Paulo. Pflichtbewusst und mit Hingabe kümmert sie sich ums Kochen, Putzen und Waschen und ist für den 17-Jährigen Sohn Fabinho (Michel Joelsas) wie eine zweite Mutter. Für die beruflich sehr erfolgreiche Dona Bárbara (Karine Teles) ist sie längst eine unentbehrliche Hilfe.

Das beste Kompliment für einen Film über Hip Hop wäre wohl, dass man nach dem Kinobesuch selbst ein bisschen breitbeiniger geht und die eigene Street Credibility gefühlt gestiegen ist. Genau so ist es nach „Straight Outta Compton“, der Filmbiografie über den Aufstieg und Fall der legendären Hip Hop-Crew N.W.A. 1986 im kalifornischen Compton: Die DJs Dr. Dre (Corey Hawkins) und DJ Yella (Neil Brown Jr.) schließen sich mit den befreundeten Rappern Eazy-E (Jason Mitchell), Ice Cube (O’Shea Jackson Jr.) und MC Ren (Aldis Hodge) zusammen, um mit ihrer Musik erfolgreich zu werden.

Da will Hollywood mal beweisen, dass es am Puls der Zeit ist und weiß, was die jungen Leute bewegt, doch der Schuss geht voll nach hinten los. Dabei war die Grundidee in unserer Ära nie enden wollender Sequels durchaus innovativ: „We are your friends“ sollte ein realistisches Abbild der Electronic Dance Music-Szene, kurz EDM, werden. Also dem Genre, das durch David Guetta, Calvin Harris und Co. aktuell den Mainstream bestimmt und jedem Teenager mit einem Laptop Hoffnung auf den großen Durchbruch macht.

Wissenschaft

Schnell füllten sich die Kommentarspalten der lokalen Medienwebsiten, als am 23. Januar die Universität Leipzig eine Pressemitteilung veröffentlichte, laut der die Demonstration des islamkritischen Bündnisses Legida am vergangenen Mittwoch kleiner war als die Polizei angab. Ein Team der Soziologie fand heraus, dass Legida nur 5.000 Teilnehmer auf die Straße brachte, die Behörden hatten zuvor von 15.000 gesprochen. student!-Redakteur Alexander Sinoviev hatte Gelegenheit, mit Stephan Poppe, Dozent für Statistik am Institut für Soziologie der Uni Leipzig und seinem studentischen Team, bestehend aus Clara Dilger, Marcel Sarközi und Lasse Emden, zu sprechen. Mit dem Aufkommen der Legidademonstrationen bot sich den Wissenschaftlern die Gelegenheit, selbst eine soziologische Zählung durchzuführen. Dabei ging es ihnen, laut eigener Aussage, nicht darum, die Zahlen der Polizei zu widerlegen, im Fokus stand das wissenschaftliche Interesse. Für die Teammitglieder ist es aber auch eine Frage des Berufsethos: „Als Soziologiestudierender ist man schon verpflichtet zu forschen, wenn in der eigenen Stadt solche Demonstrationen stattfinden“, meint ein Teammitglied.
Die grüne Gentechnik wird heiß diskutiert. Jens Jetzkowitz, der den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationssoziologie der Soziologie in Halle vertritt und sich unter anderem mit den Wechselwirkungen moderner Gesellschaften und ihren biophysischen Umweltsystemen befasst, war bereit, unserem Redakteur Martin Peters einige Fragen zum gesellschaftlichen Umgang mit grüner Gentechnik und dem Verhältnis von Gesellschaft und Umwelt zu beantworten.
Die Institute für klassische Archäologie, Theaterwissenschaften und für physikalische Chemie stehen wegen des Personalabbaus an der Uni Leipzig vor dem Aus. Gegen die Schließung der Fachbereiche regt sich seit Monaten vielfältiger Widerstand. Der Promovierendenrat der Uni Leipzig (ProRat) will mit seiner aktuellen Veranstaltungsreihe „Schiffbruch mit Tiger- die langen Nächte des Untergangs“ auf den wissenschaftlichen Verlust, der durch die Kürzungen droht, aufmerksam machen, indem Doktoranden aus den bedrohten Disziplinen ihre Arbeiten vorstellen. student! stellt drei dieser Projekte vor:

Leipzig

Die Galopprennbahn im Scheibenholz fungierte an diesem letzten Augustwochenende, vom 28. Bis 29. August, als malerische Kulisse für ein internationales Gourmetfestival, welches im Rahmen des tausendjährigen Jubiläums Leipzigs statt findet. Der Der Titel des kulinarischen Events erinnert mich an den mit Julia Roberts verfilmten Beststeller „Eat Pray Love“, wobei sich die Macher in diesem Fall auf das Wesentliche beschränken und ihre Festivität einfach „Eat Eat Eat“ nennen. Der Clou des Ganzen: Die Köche, welche an den Ständen zum Probieren ihrer Gerichte einladen, kommen aus allen 14 Partnerstädten Leipzigs.
Seit letztem Wochenende dient die Leipziger Ernst-Grube-Halle als Notunterkunft für Flüchtlinge. Bis zu 500 Schlafplätze bietet die Halle den Neuankömmlingen, die auf jede Hilfe angewiesen sind. Spenden aus der Bevölkerung werden in der Witzgaller-Straße angenommen, die Resonanz ist bisher sehr groß. Viele Leipziger Bürger zeigen sich solidarisch und liefern große Mengen an Kleidung, Spielzeug und anderen wichtigen Hilfsgütern. Wie lange die Halle als Flüchtlingslager in gebrauch bleibt, ist zurzeit noch unklar.
Die europäische Flüchtlingspolitik geriet in den vergangenen Tagen immer öfter in die Kritik. Auf dem EU- Sondergipfel vor zwei Tagen in Brüssel wurde über aktuelle Probleme und Lösungen debattiert. Für die rund 1.350 Hilfesuchenden allerdings, die allein in den letzten zehn Tagen bei Schiffsunglücken im Mittelmeer starben, kommen diese Gedanken zu spät.

Thema

Manchen ist sie vielleicht schon aufgefallen: ganz am östlichen Ende des Reudnitzer Lene-Voigt-Pakes steht seit April ein kleines, sehr buntes Regal mit fast täglich wechselndem Inhalt. „Lenes Tauschbude“, eine Erfindung der beiden Studenten Leo Mayatepek und Jakob Semmer. student!-Redakteurin Vanessa Gregor hat mit den beiden über das Konzept des Nehmens und Gebens und freiwilligen Tauschens gesprochen.

Über das Trinken ist schon viel ge­schrie­ben worden. In Weinfibeln wird der höhere Genuss mit prä­ten­tiösem Vokabular propagiert. In sachlichem Beamtendeutsch warnt die Drogenbeauftragte der Bun­desregierung vor den Ge­fah­ren des Suchtstoffs Alkohol. Und dann gibt es noch Bücher wie die von Peter Richter. Bücher, die wie der Ge­nuss von Alkohol selbst ein­fach bei Laune halten und für (Aus-)Ge­­lassenheit beim Alkohol­kon­­sum eine Lanze brechen. Hier wird keine nüchterne Ar­gu­men­ta­tion von einerseits und an­de­rer­seits betrieben, sondern in die Vol­len gegangen.

Alkoholkonsum hat in Deutsch­land eine lange Tra­di­tion. Bereits die alten Ger­ma­nen gingen mit Alkohol relativ locker um: Schrien ihre Babys zu lange, wur­­den die Schnuller kurzerhand in Bier getaucht, um für einen tie­fen Schlaf zu sorgen. Und selbst in wich­ti­gen politischen Abkommen, wie dem Versailler Vertrag von 1919, in dem verklausuliert wurde, dass die Wa­­­renbezeichnung Cognac nicht mehr für deutsche Produkte ver­wen­det werden darf, erhielt der Alkohol sei­­nen Platz.

Service

„qlearning“ setzt auf Schwarmintelligenz. Die Entwickler der kostenlosen Smartphone App möchten das Klausurwissen von Studierenden über Stadtgrenzen und Generationen hinweg vernetzen.

Ab dem kommenden Wintersemester fahren auch Leipzigs Uni-Studenten mit ihrem Semsterticket durch den Citytunnel. Mit 61,66 Prozent stimmten sie für die Einführung des Volltickets des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV). Dieses wird im gesamten Gebiet des MDV gelten, also für Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge. Der Stura der Universität Leipzig hatte Ende Januar eine Online-Befragung durchgeführt, bei der sich die Studenten zwischen dem MDV-Ticket und dem noch geltenden Sockel-Ticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) entscheiden konnten.

Der Stura der Uni Leipzig lässt in dieser Woche wieder über die Zukunft des Semestertickets abstimmen. Erst vor zwei Jahren hatte sich eine Mehrheit der Befragten für das LVB-Sockelbeitragsmodell ausgesprochen. Neben diesem steht ein Vollticket des Mitteldeutschen Verkehrsbundes (MDV) zur Wahl.

Perspektive

„Dass ich anders war, bemerkte ich zum ersten Mal am Morgen des 10. November 1938. Aus der Färberstraße 11 wurde jemand heraus gezerrt und in einem Auto verschleppt. Jemand, den ich sehr gut kannte: der jüdische Hausmeister. Die Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße brannte, Schaufensterscheiben jüdischer Geschäfte in der Innenstadt waren eingeschlagen und aus dem jüdischen Warenhaus 'Bamberger&Hertz' am Augustusplatz stiegen große schwarze Rauchwolken auf“, so skizziert Rolf Isaacsohn seine persönlichen Erinnerungen an die Reichspogromnacht in Leipzig.
Am vergangen Wochenende hat in Wermsdorf das 1. Workshop Wochenende des student! stattgefunden. Im Rahmen des Workshops wurden einige Seminare angeboten zum Beispiel: Wege in den Journalismus und Handwerkszeug - Wie schreibe ich eine gute Reportage, Glosse, Meldung sowie Ich&mein Text - Wenn das Blatt weiß bleibt(Schreibblockaden überwinden).Gehalten wurden die Seminare von den vier ehemaligen Chefredakteuren Christian Döring, Julia Czerwonatis, Robert Briest und René Loch. An diesem Wochenende entstanden unter anderem sechs Glossen, die ihr unten lesen könnt.

Christian Stangl und Alexander Huber zählen zu den Extremalpinisten. Der eine hat bereits die drei höchsten Berge aller sieben Kontinente erklommen – zumeist im Laufschritt –, der andere ist Free Climber mit Neigung zum Extrem. Auf einer Veranstaltung eines Leipziger Reiseanbieters berichteten die beiden am Wochenende über ihre Abenteuer.

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